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Schweizer Küche: Was man essen und trinken sollte

Die Gastronomie und Küche der Schweiz sind die Summe vieler Einflüsse, ein reiches Mosaik aus Aromen und Spezialitäten, das man selten in einem so kleinen Gebiet zusammenfindet.

Fonduta svizzera
Maurizia Ghisoni
4 Min Read

Je nach Region dominieren in der Schweiz alpine oder mediterrane Gerichte, mit französischer oder deutscher Tradition, rustikal oder raffiniert. Der Rat lautet daher, von allem etwas zu probieren.

Was man in den Kantonen essen sollte

Im Kanton Tessin sind die Hauptgerichte Polenta mit Braten, Risotto mit Ossobuco oder geschmortem Kaninchen. Das Wallis ist bekannt für Käsespezialitäten, die mittlerweile international berühmt sind: Die Fondue, eine duftende Mischung aus geschmolzenem Käse in einem Steintopf, der auf einem kleinen Herd erhitzt wird. Charakteristisch ist auch die Art, sie zu genießen: Jeder Gast taucht kleine Brocken Brot mit langen Gabeln ein. Und die Raclette, zubereitet mit gleichnamigem Käse, der ebenfalls immer geschmolzen serviert wird.

Schweizer Küche, Raclette
Schweizer Küche, Raclette

Im Jura zeugen Gerichte von der ursprünglichsten einfachen Küche: Crocchette, eine Art gemischtes gekochtes Gericht, und die Croutes au fromage. Typisch für den Kanton Schwyz ist das Gemsenbraten, gebratenes Gämse; während in den rheinischen Kantonen würzige gegrillte Hähnchen beliebt sind. Im Graubünden bietet die Bergtradition Trockenfleisch (Bunderfleisch), das an Bresaola erinnert, Fleisch- und Gemüsesuppen, reichlich Wildbret, Polenta in vielen Variationen und sogar Pizzoccheri, ein Einfluss aus dem nahen Veltlin.

Wie man sieht, ist die Schweizer Küche eine ständige Feier der Produkte der Region und ihrer Jahreszeiten. Der Überfluss an Seen und Flüssen liefert hervorragenden Fisch, wie blau gekochte Forelle mit heißer Butter, gebackene kleine Felchen aus dem Genfersee oder Rheinsalmon, serviert in Butter angebraten mit Kartoffeln und kleinen gebratenen Zwiebeln. Die Viehzucht garantiert Milch (Grundlage der unverwechselbaren Schokolade), exzellentes Fleisch, vorzügliche Käse und viele andere Milchprodukte. Allgegenwärtig sind auch Aufschnitt und Würste: die Klopfen aus Basel, die Pantli aus Appenzell, die Bratwurst aus St. Gallen, die Salsiz und Beinwurst aus Graubünden.

Schweizer Küche: Bratwurst - Foto von Karl Allen Lugmayer
Schweizer Küche: Bratwurst – Foto von Karl Allen Lugmayer

Eine kuriose Tatsache ist das Vorhandensein eines echten Ernährungs-Museums unweit der Ufer des Lac Léman. Es ist das Alimentarium in Vevey, realisiert dank der Unterstützung von Nestlé. In drei faszinierenden Sektionen, die sich jeweils den wissenschaftlichen, historischen und ethnologischen Aspekten der Ernährung widmen, fasst das Museum die Hauptthemen der Ernährung zusammen.

Was man in der Schweiz trinken sollte

Was die Getränke angeht, glauben viele, in der Schweiz werde nur Bier (das Cardinal aus Freiburg oder das Feldschlösschen aus Rheinfelden sind international bekannt), Schnaps, Apfelsaft und Mineralwasser getrunken und ignorieren die Existenz einer Weinproduktion, die wenn auch klein, eine feste Tradition und eine streng protektionistische Gesetzgebung hat.

Weine in der Schweiz

Die Weinanbaugebiete liegen in den weiten Rheintälern und am Genfersee, den Tessin-Seen und im Jura. Rund um Montreux werden edle weiße und rote Weine produziert, wie St. Saphorin, Dézaley, Lutry oder Chardonné. In Vevey befindet sich auch das Museum der Winzerbruderschaft, die alle 25 Jahre das prächtige Fête des Vignerons organisiert. Unbedingt auch eine Fahrt mit dem sympathischen Train des Vignes, der Vevey mit Puidoux-Chexbres verbindet und zur Lesezeit einen außergewöhnlichen Blick auf Trauben und Rebreihen bietet.

Saint Saphorin
Saint Saphorin

Die Lehmböden um Genf und ihr besonderes Mikroklima erlauben die Produktion eines charaktervollen Weißweins namens Chasselas und eines leichten, fruchtigen Rotweins namens Gamay. Die Farben des Wallis werden vertreten durch den Weißwein Féndant (ausgezeichnet zur Raclette), den Rotwein Johannisberg und Dessertweine wie Muscat, Glacier und Malvasie. Im Kanton Tessin ist der König der Gläser der Merlot, während die milde Region Chur in Graubünden rote Weine wie Malanser oder Maienfelder an die Tische bringt.

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