Lehrmuseum des Territoriums, Ravenna ⋆ FullTravel.it

Lehrmuseum des Territoriums, Ravenna

Das Museum von San Pietro in Campiano umfasst eine ethnografische Ausstellung und eine archäologische Sammlung. Die archäologischen Bestände ermöglichen die Rekonstruktion der Geschichte lokaler Menschengruppen von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter.

Museo didattico del territorio, Ravenna
Redazione FullTravel
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Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf Alltagsaspekte, und die didaktische Gestaltung ermöglicht das Verständnis unvollständiger Objekte, indem sie ergänzt und in ihre entsprechenden Kontexte eingeordnet werden.

Lehrmuseum des Territoriums. Zur Ausstellung gehört ein Klassenraum, in dem mit Materialien gearbeitet werden kann, die in Lehrkoffern aufbewahrt sind. In diesem Raum werden der direkte praktische Zugang, die taktile Erfahrung und das Arbeiten mit zeitgenössischen Techniken gefördert. Ein Teil des Gebäudes dient als Lager für archäologische Materialien mit einem kleinen Bereich für Reinigung, Restaurierung und Katalogisierung. Dieser Bereich kann für kleine Gruppen nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden, damit die Jugendlichen den gesamten Prozess bis zur Museumsreife nachvollziehen können.

Im Obergeschoss des Gebäudes befindet sich die Sektion. Dort sind alle Werkzeuge der Bauerntumskultur untergebracht, die für die Bearbeitung von Wolle, Flachs und Hanf sowie Seide verwendet wurden.
Das didaktische Material ermöglicht eine erneute Betrachtung der Arbeitsschritte und wird durch praktische Übungen ergänzt. Die Verbindung zum Dialekt wird gepflegt.

Der zweite Raum zeigt eine Nachbildung von “Cambra ad Cà”, die in unserer Region Küche, Wohnzimmer und Salon darstellte, also den Wohnraum der gesamten Familie. Die Einrichtung ist nicht zahlreich, aber Alltagsgegenstände sind gut vertreten: Von Küchenutensilien, über Bügeleisen und Petroleumlampen zur Beleuchtung, Wärmflaschen, Bügeleisen bis hin zu Tontöpfen und rustikalem Besteck. Auch dieser Raum dient als Werkstatt, dank eines großen Ausrollbretts, das für Erfahrungen im Sieben von Mehl und dem Kneten von Piadina- und Teigwaren genutzt wird.

An den Rändern des Raumes sind Arbeitsgeräte ausgestellt, die mit dem Stall, dem Keller und der Lagerung in Verbindung stehen. Ein kleines Zimmer bewahrt Erinnerungen an die “Schule von einst” mit charakteristischen dunklen Bänken aus Massivholz, einer Tafel auf Standfuß, den ersten Projektoren und weiteren Lehrmitteln, die für die heutigen Schulkinder schon “alt” sind.

Das Gebäude verfügt über einen Park mit einem Hügel, auf dem monumentaler “l’albaraz” (Silberpappel) steht, der in den ersten Jahren nach der Gründung der Schule in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gepflanzt wurde. Die weitläufigen Wiesenflächen auf der Rückseite und der Westseite machen den Ort zu einem privilegierten Platz für das Studium von Kräutern, Insekten und für Freizeitaktivitäten.

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