Die Aromen ihres hügeligen Herzens – Langhe, Roero, Monferrato – zeigen sich in den Trüffeln; in gefüllten Teigwaren wie den agnolotti al plin gedämpft; im Rindfleisch der Fassone-Rasse, aus dem geschmorte und gekochte Gerichte mit bagnet verd, einer würzigen grünen Sauce, zubereitet werden. Aus Reisanbaugebieten wie Novara und Vercelli stammen alte Rezepte wie die paniscia di riso, frittierte Frösche oder die Gans im Topf. Und von den Hängen des Monte Rosa typische Bergspezialitäten wie Polenta, Tome-Käse, Wild und Sesia-Forellen. Interessant ist schließlich, dass die regionale Spezialität schlechthin, die bagna caoda, einen Geschmack aus Ligurien übernimmt – nämlich den der Anchovis.
Ein sehr wichtiger Abschnitt ist der der Weine: Wir befinden uns in der Heimat kräftiger, robuster und männlicher Nektare, die perfekt zu Schmorfleisch und Braten passen und zu den ersten gehörten, die die moderne italienische Önologie berühmt machten: Barolo, Barbaresco, Barbera, Nebbiolo und viele mehr.
Gute Adressen in Turin sind das zentral gelegene Restaurant Sotto la Mole, wo man während der Filmfestivals schnell Filmleute trifft (in der Mole befindet sich auch das Filmmuseum) und wo man Köstlichkeiten wie “Agnolotti à la Piemontese mit Bratensauce” genießen kann; Il Diplomatico in der Corso Vittorio Emanuele mit seinen Barolo-Braten; oder Il Vigna Reale mit raffinierten Degustationsmenüs, die kleine geschmackliche Reisen durch die Region eröffnen. In Asti gibt es L’Angolo del Beato, den idealen Ort, um Bagna Caoda, frische Gemüsemischungen oder Kartoffelpilztörtchen zu genießen. Während in Barbaresco, im Cuneo-Gebiet, Antiné mit seiner marinierten Gansbrust und Kalbsschnitte in grüner Sauce hervorsticht.

