Obwohl sein Höhepunkt im Februar liegt, beginnt der Kölner Karneval tatsächlich am 11. November.
Es ist ein regelrechtes Fest der Elfen, denn jedes Jahr am 11.11. um 11:11 Uhr wird die Feier mit der Proklamation des Prinzen, des Bauern und der Jungfrau eröffnet, symbolträchtige Figuren des Karnevals, dessen einzige Pause die Advents- und Weihnachtszeit ist.
Eine alte Tradition, die ihren Charme und ihre Bedeutung bewahrt, mit Veranstaltungen und Umzügen, die ihren Höhepunkt an den sogenannten “tollen Tagen” erreichen: Tage großer Freude, die mit dem Weiberfastnacht beginnen.
Es handelt sich um eine Tradition, die ausschließlich den Frauen vorbehalten ist, die bewaffnet mit Scheren in Gruppen umherziehen, um den unglücklichen Männern die Krawatten abzuschneiden. Sogar die Behörden geben den Damen freien Lauf, sodass der Bürgermeister für einen Tag zurücktritt und die Frauen tun können, was sie in der Stadt wollen.

Das Beste am Kölner Karneval findet jedoch zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch statt: An diesen Tagen gehen wirklich alle auf die Straße, verkleidet mit Masken, bunten Perücken, fantasievollen Kostümen und vor allem mit Flüssen von Bier, die das Fest begleiten.
Trotz der heiteren und freien Stimmung ist alles sorgfältig von den Dutzenden städtischen Vereinen geplant und organisiert, vor allem für den Rosenmontag, den Tag des großen Umzugs durch die Stadtstraßen mit geöffneten Gaststätten und Bars rund um die Uhr. Den Abschluss des Kölner Karnevals bildet schließlich das traditionelle Fischmenü, das am Aschermittwoch serviert wird.
Alles kehrt zur Normalität zurück, die Masken werden wieder in den Keller gelegt, die Büros nehmen ihre gewohnte Arbeit auf, in Erwartung des nächsten 11. Novembers.

