Der Name Maierà stammt vom hebräischen Toponym M’arà ab und bedeutet Höhle (wegen der natürlichen Hohlräume im gesamten Gebiet). Es ist eine Gemeinde mit etwa 1.300 Einwohnern in der Provinz Cosenza in Kalabrien.
Es ist bekannt als ein kleines Dorf des oberen Küstengebiets von Tirreno Cosentino und aufgrund seiner charakteristischen Lage liegt es auf sogenannten “Scivole” (Felsen) in einer zauberhaften historischen und natürlichen Kulisse, 360 Meter über dem Meeresspiegel. Das Dorf wird vom benachbarten und gegenüberliegenden Ort Grisolia durch das “Tal der Mühlen” getrennt, wo man von der alten Piazza aus noch die Überreste der alten Steinmühlen bewundern kann, die einst das Zentrum unserer Wirtschaft waren.
Eine Volkslegende erzählt, dass Maierà und Grisolia durch den Willen Gottes getrennt wurden, um einen Streit zwischen einem jungen Maieràer und einem jungen Grisoliaer um die Liebe zur gleichen Maid aus Grisolia zu beenden!
Die engen Gassen der Altstadt bewahren verschiedene Werke moderner Kunst, Wandmalereien und Keramikarbeiten verschiedener Künstler (darunter einige japanische Künstler), die Vergangenheit und Moderne verbinden. In diesem Zusammenhang wurde das Projekt „Ceramica Viva“ geschaffen und umgesetzt.
Denkmäler und Kirchen von Maierà
Beeindruckend und sehenswert ist das „Porta Grande oder della Terra“, einst der Eingang des alten Dorfes. In seiner Nähe befand sich die „Guardiola“, von der Tag und Nacht die Gemeinschaft bewacht wurde.
Von beachtlichem Wert ist die „Mutterkirche Santa Maria del Piano“, ebenfalls im historischen Zentrum von Maierà, die auf Veranlassung von Karl I. von Anjou 1534 erbaut wurde. Unter Alfonso di Loria wurde sie komplett umgestaltet; der Haupteingang wurde durch den Hauptaltar ersetzt. Das Gebäude wurde erweitert, da der Baron einige Häuser erworben hatte. An der Fassade ließ er das Wappen von sich und seiner Frau anbringen, das noch gut erhalten ist, obwohl die ursprünglichen Farben verloren gingen. Gewidmet ist sie Santa Maria del Piano und deren Fest wird am 2. Juli gefeiert. Von historischer Bedeutung ist die „Grotta di San Domenico“: natürliche und teilweise vom Menschen geschaffene Höhlen, die einst das Zuhause einer Gemeinschaft von Basilianermönchen waren.
Im Gemeindegebiet befinden sich weitere Kirchen:
- Kapelle Madonna del Carmelo: eine kleine Kirche nicht weit vom historischen Zentrum entfernt. In der Nähe befinden sich „Reste eines Hofes“, wahrscheinlich langobardisch (Bogen und Steinmauern).
- Kirche San Pietro: kleines Gebäude, einst Teil der Basilianerabtei San Pietro a Carbonara, einer der ältesten Basilianerabteien an der tyrrhenischen Küste. Innen sind der Altar und das hölzerne Kruzifix zu bewundern, Werke eines Sohnes von Maierà!
- Kirche Santa Maria (im Friedhof): der erste Bau stammt wohl aus normannischer Zeit. Sie besitzt ein einziges rechteckiges Kirchenschiff und einen halbrunden Chor.
- Reste der Basilianer-Kapelle San Giacomo: nur wenige Ruinen sind erhalten, darunter die Außenmauern und die Nische des Heiligen. Sie sind Überreste der Präsenz von Basilianermönchen.
- Reste der Kirche San Nicola.
Besonders fein ist der Kreuzweg in Vrasi mit kostbaren und filigranen Majoliken, geschaffen von einem lokalen Künstler. Unbedingt sehenswert ist auch der „Skulpturenpark“ in Vrasi mit Steinskulpturen eines heimischen Künstlers. Interessant ist der Ausstellungsraum „Expo Zona Sud“, der im Laufe der Jahre nationale und internationale Ausstellungen und Treffen mit Künstlern und Intellektuellen beherbergt. Mit dieser Initiative bekräftigt und unterstreicht man die Rolle als wichtiger kultureller Treffpunkt in der Region der Riviera dei Cedri.
Das Chilimuseum von Maierà
Das Chilimuseum (das einzige seiner Art weltweit), untergebracht im Palazzo Patrizio im historischen Zentrum von Maierà, Provinz Cosenza, Kalabrien, entstand auf Initiative der Italienischen Chilakademie unter Vorsitz von Prof. Enzo Monaco und wird vom Gemeinderat von Maierà unterstützt. Es liegt wenige Kilometer von Diamante (Cs) entfernt, wo jährlich das „Chilifestival“ stattfindet.
Seit Juli 2016 ist es Mitglied des Nationalen Verbands kleiner Museen. Es wird aktuell von der Gemeindeverwaltung geführt, und der Eintritt kostet 1,00 € pro Person als Beitrag zum Erhalt.
- Ein Museum, um sechstausend Jahre Geschichte zu erzählen.
- Ein Ort, um Kunst, Gegenstände und Werbung rund um den „kleinen Teufel“ zu zeigen.
- Eine Pflichtstation für Liebhaber von würzigen Düften und Aromen.
Ein Zeugnis und Ausdruck der großen Liebe zu Kalabrien, das es zum Symbol seiner kulturellen Identität gemacht hat.
Es verfügt über verschiedene Ausstellungsräume, nämlich:
- Die Chilistraße: Sechstausend Jahre weltweite Reisegeschichte erzählt an Hand von Karten, Fotos, Zeichnungen und historischen Zeugnissen;
- Pflanze, Düfte und Aromen: ein Überblick über die weltweit angebauten Sorten, katalogisiert von Prof. Massimo Biagi in Zusammenarbeit mit der Universität von Pisa;
- Werbung und Alltagsfantasie: hier befindet sich die Sammlung der berühmtesten Chilisaucen aus aller Welt, geschenkt vom General Carlo Spagnolo, dazu Parfums, Badezusätze, Feuerzeuge, Gemälde und Werbeplakate;
- Satire-Abteilung mit den „Cartoons im Ring“, geboren aus der scharfen Fantasie des berühmten Karikaturisten Gianfranco Passpartout, sowie die absolut neue Sammlung „Walt Disney Pic“ mit Brandmalerei der Frau Fiorella;
- Keramik & Chili mit der charmanten Tasse Pepita, eine anziehende, neugierige und anregende Tasse.
Eine weitere Besonderheit ist die Miniatur-Krippe „Pic“ gefertigt von der Familie Tiscione aus San Gregorio Armeno (Na), der Heimat der Krippen.
- Kamasutra-Abteilung mit einer Gemäldesammlung von Francesco Cirillo sowie einem interessanten Werk namens „Peperoncino Spray“ von Emiliano Cirillo, hergestellt mit Spraydosen, die für einige Wandgemälde in Diamante verwendet wurden.
Im Museum befindet sich auch ein Marmorkunstwerk, das die Partnerschaft zwischen dem Chili aus Diamante und der sizilianischen Tomate aus Villalba zeigt;
- Pic-Gäste in Maierà;
- Gemäldesaal mit Fernsehpäsentation der Chili-Lieferkette und Bildern vom Festival;
- Bücheraum;
- Unternehmen & Gastronomie mit Ausstellung der Produkte, die von ihnen hergestellt, verarbeitet und vertrieben werden.
Hier sind auch scharfe Souvenirs und Produkte zum Schmecken und Verschenken erhältlich. Das Museum ist vom 15. Juni bis 15. September von 18:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.
Während des jährlich in Diamante (Cs) stattfindenden „Chilifestivals“ ist es täglich von 10:00 bis 13:00 und von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Gruppen und Reisegesellschaften können Besichtigungstermine an anderen Tagen telefonisch mit der Italienischen Chilakademie (Tel. 098581130) oder der Gemeindeverwaltung Maierà (Tel. 0985889102) vereinbaren. Schild und Wegweiser zeigen das Museum mit einem unverwechselbaren Logo, einer feuerroten Chili, platziert auf einem Kapitell an.

