Die Altstadt der Stadt liegt auf dem Monte S. Magno, zwischen steilen weißen Steintreppen, schneeweißen Kalkgebäuden und blauen Meeresblicken darunter, während die beiden Seen, Lago di San Puoto und Lago Lungo, die als die Augen von Sperlonga bezeichnet werden, das eindrucksvolle Bild der Stadt vervollständigen, die nicht umsonst zu den sieben schönsten Dörfern Italiens gewählt wurde.
Das Gebiet, auf dem die antike Stadt Ancycle gegründet wurde, wurde von den Spartanern gegründet und von den Römern entdeckt, die dort Residenzen und Villen bauten, darunter die des Kaisers Tiberius, deren Überreste noch am Strand von Angolo erhalten sind. Die Residenz erstreckte sich über 300 Meter und umfasste ein Thermalanlage und ein Becken, das für die Fischzucht reserviert war. Das Innere der Höhle war mit Mosaiken geschmückt, die von den Heldentaten von Odysseus inspiriert waren.
In der Nähe der Villa befindet sich heute die Oasi Blu, ein Schutzgebiet, das vom W.W.F. – World Wide Fund for Nature verwaltet wird und für Ausflüge und Bildungsaufenthalte genutzt wird.
Die Schönheit des Ortes und die Nähe zum Meer haben Sperlonga verschiedenen Invasionen ausgesetzt: Die Stadt wurde 1534 von den Sarazenen und 1622 von den Türken zerstört, wie die farbenfrohen Wandmalereien zeigen, die an den Wänden einiger Häuser bewundert werden können.
Im 1500 wurde ein System von Wachtürmen zum Schutz errichtet. Von der ursprünglichen Struktur sind noch der Mittelturm, der Turm Truglia (der derzeit das Umweltbildungszentrum des Regionalparks “Riviera d’Ulisse” beherbergt), der Turm Nibbio und der Turm Capovento erhalten, letzterer befindet sich 3 km südlich des Dorfes.
Sperlonga blieb bis 1957 ein Fischerdorf, als die Eröffnung der Küstenstraße zwischen Terracina und Gaeta die Stadt für den Tourismus öffnete und sie zu einem der beliebtesten Reiseziele im Latium machte.
Die Küste von Sperlonga, gekennzeichnet durch das kristallklare Meer und die langen goldenen Strände, wurde neun Jahre in Folge mit der Europäischen Blauen Flagge ausgezeichnet.
Die alten Traditionen der Fischer spiegeln sich in der heutigen gastronomischen Kultur wider: Sardinensuppe, Sperlonga-Fischsuppe, Bohnensuppe, Marinata sind einige der köstlichen lokalen Gerichte.
Seit einiger Zeit findet im Juni in Sperlonga die Kulturveranstaltung “Sapori di mare” statt, eine enogastronomische Veranstaltung zur Förderung der Fischerei und der regionaltypischen Produkte, die nun im sechsten Jahr ist.
Sperlonga, alte Traditionen der Fischer und blaues Meer
Sperlonga ist eine kleine Gemeinde an der pontinischen Küste in der Provinz Latina, Latium. Das Dorf castrum speloncae verdankt seinen Namen den zahlreichen natürlichen Höhlen im Gebiet, vom lateinischen speloncae.
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