Angefangen bei den Keramiken von Grottaglie in der Provinz Taranto, dessen Altstadt den Werkstätten der Handwerker gewidmet ist, die ihr Handwerk von Vater zu Sohn weitergeben.
Zu kaufen gibt es neben unglasierten Terrakotta-Ölkrügen auch die ciarle (Vasen mit Deckel und Griffen, typisch für Apulien); die albarelli (wunderschöne Apothekengefäße mit tiefblauen Verzierungen); Weihwasserbecken, die früher neben dem Ehebett auf der Seite der Braut platziert wurden; Suppenterrinen mit schönen barocken Formen und vieles mehr. Zu den bekanntesten Werkstätten gehören die von Gaetano Fasano in der Via Caravaggio und von Domenico Caretta in der Via Crispi.
Lecce ist hingegen Land der Papierschnitzmeister, die mit diesem sehr einfachen Material, dessen Verarbeitung bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, wunderbare Dinge herstellen: Masken, Krippenfiguren, sakrale und profane Motive. In der Via Vittorio Emanuele befindet sich unter den vielen auch die Werkstatt von Claudio Riso, wo man die verschiedenen Arbeitsphasen verfolgen kann.
Und neben der schönen Kirche del Gesù befindet sich die Dauerhafte Messe für Salentinisches Kunsthandwerk. Weiterhin ist Salento ein Land fantastischer handwerklicher Webereien, wie die der Familie Giaquinto in Otranto, nahe dem Schloss, und in Santa Maria di Leuca, wo diese Familie seit nunmehr drei Generationen die alte Webtechnik mit Holzwebstühlen “mit Schiffchen” weitergibt, und dabei hochwertige Garne wie Leinen, Seide, Wolle, Hanf und Baumwoll-Perlgarn einsetzt. Das Resultat sind exquisit feine Tischdecken, Bettwäsche und Handtücher, verziert mit handgeknoteten Fransen und gehäkelten Rändern.

