Das städtische Museum “Ugo Granafei” wurde 1935 mit einer privaten Schenkung der Familie Granafei gegründet, die Teil der gleichnamigen Volksbibliothek war. Später wurde es durch Materialien aus weiteren Spenden, Zufallsfunden und Ausgrabungskampagnen bereichert, die seit den 1970er Jahren bedeutende außerstädtische Fundstellen wie Muro Maurizio, Malvindi und Muro Tenente ans Licht brachten. Ursprünglich im Rathaus untergebracht, befindet sich das Museum seit 1999 in einem Flügel des Erdgeschosses des normannisch-staufischen Schlosses in der Niederlassung der gleichnamigen Bibliothek “Ugo Granafei”. Das Schloss bestand vermutlich bereits in der byzantinischen Periode (11. Jahrhundert), doch der Bau eines Castrum Medianum ist erst ab 1062, dem Jahr der normannischen Invasion, belegt. Im Jahr 1195 wurde das Castrum von Mesagne den Deutschen Rittern geschenkt. Im 16. Jahrhundert wurde der am meisten verfallene, älteste Teil des Schlosses abgerissen und durch den noch vorhandenen Turm ersetzt, der Teile der Verteidigungsanlagen bewahrt und mit einer Zugbrücke ausgestattet ist. Der übrige Schlosskern stammt aus jüngerer Zeit. Nach einer dunklen und fast völligen Vernachlässigungsphase wurde es 1973 von der Gemeindeverwaltung erworben und nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder zu einem touristischen und kulturellen Anziehungspunkt gemacht.
Informationen zum Ugo Granafei Heimatmuseum in Mesagne
Via Castello, 5
72023 Mesagne (Brindisi)
0831776065 Frau Emanuela Micaletto
cultura@comune.mesagne.br.it
https://www.comune.mesagne.br.it
Quelle: MIBACT

