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Komplex von Capo di Bove, Rom

Im Januar 2002 hat das Ministerium für Kulturerbe und kulturelle Aktivitäten, auf Vorschlag der Archäologischen Aufsichtsbehörde von Rom, das Anwesen in der Hausnummer 222 der Via Appia Antica durch Ausübung des Vorkaufsrechts erworben.

Complesso di Capo di Bove, Roma
Redazione FullTravel
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Im Januar 2002 hat das Ministerium für Kulturerbe und kulturelle Aktivitäten, auf Vorschlag der Archäologischen Aufsichtsbehörde von Rom, das Anwesen in der Hausnummer 222 der Via Appia Antica durch Ausübung des Vorkaufsrechts erworben. Die archäologische Bedeutung der Stätte war bereits durch das Vorhandensein antiker Mauerstrukturen und einem Mosaikpflaster aus weißen und schwarzen Tesserae bekannt. Es handelt sich um eine Grünfläche von etwa 8500 m², die ein Hauptgebäude auf drei Ebenen und ein Nebengebäude mit der ursprünglichen Funktion einer dépendance der Villa umfasst.

Zwischen 2003 und 2005 fanden im Garten drei archäologische Ausgrabungskampagnen statt, die eine Fläche von etwa 1400 m² betrafen und ein Thermalkomplex freilegten, dessen erste Bauphase Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. datiert wird. Die Thermen zeigen deutliche Zeichen späterer Bauphasen, die die Nutzung der Anlage und die Umgestaltung von Teilen derselben dokumentieren, mindestens bis ins 4. Jahrhundert mit Spuren spätere Nutzungsphasen, vermutlich mittelalterlich und nachmittelalterlich, unterstützt durch den Fund landwirtschaftlich-produktiver Strukturen.

Wichtige Restaurierungsarbeiten haben den Garten der Villa vollständig neu gestaltet, neue Baumarten gepflanzt, die dépendance in einen Empfangspunkt für Besucher umgewandelt und schließlich das Hauptgebäude normgerecht saniert. Letzteres, erbaut über einem römischen Zisternenbau und im Kataster Gregoriano (1816-1835) als „Haus zur Nutzung des Weinbergs“ bekannt, wurde in der Nachkriegszeit umgestaltet und präsentiert sich heute mit einer charakteristischen Außenmauer, die antike Bauteile verwendet, von denen viele vermutlich aus den römischen Monumenten stammen, die die Appia flankierten.

In der Anlage befinden sich die Büros der Aufsichtsbehörde, ein Konferenzsaal und das Archiv von Antonio Cederna, das von den Erben dem Staat geschenkt wurde.

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