Savigno ist ein Ort, der besonders für traditionelle Geschmäcker bekannt ist. Seit Jahren verbindet es seinen Ruf mit der “Weißen Delikatesse der Bologneser Hügel” (weißem Trüffel) und an jedem zweiten Sonntag im Monat von Mai bis September findet hier der “Markt der Guten Sachen” statt, auf dem alle typischen und biologischen Erzeugnisse des Tals angeboten werden. Im Ortszentrum verbirgt sich zudem eine Schatzkammer leckerer Köstlichkeiten: La Dispensa di Amerigo, mit dem angrenzenden Restaurant und einigen sehr originellen Zimmern zur Übernachtung für jene, die bis hierher gekommen sind. Im Inneren ist fast alles so geblieben wie in den Dreißigerjahren, als Großvater Amerigo einen Lebensmittelhandel eröffnete, der heute von seinem Enkel Alberto Bettini geführt wird.
Die Atmosphäre ist angenehm retro, wunderschön ist die Theke mit roter Marmorplatte und die geräumigen Regale, die voller Gläser mit eingemachten Sauerkirschen, Fruchtkonserven, zuckerfreien Kirschkompotten und einem sehr angenehmen Maraska-Likör sind, dazu natürlich Honig, kandierte Kastanien, Soßen, eingelegte Spezialitäten, Tigelle, frische Teigwaren, Käse, Kräuterlardo und Wurstwaren. Alle streng im Tal produziert. <>.
Das reichliche Wasser, nicht nur vom Bach Samoggia, der im Dialekt liebevoll “la géra” genannt wird, dem Kies, sondern auch vom Lavino, begünstigte die Entstehung vieler Mühlen, und die letzte Station ist genau in einer davon, wenige Kilometer oberhalb von Savigno in der Ortschaft Cà Bortolani, wo Fabio Rossi die sechzehnhundert Jahre alte “Mulino del Dottore” wieder in Betrieb genommen hat, in der Getreide und Kastanien gemahlen werden, um daraus Mehle zu gewinnen, mit denen seine Mutter Marisa duftende Brote, Kekse, Bergsüßigkeiten und knusprige Kirschkuchen backt.

