South Kensington ist das Viertel der großen Museen, Institutionen und Colleges mit klingenden Namen; der märchenhaften Paläste; einiger Botschaftssitze und Konsulate. Auf der Ostseite der namensgebenden Gärten liegt Kensington Palace, eine prachtvolle Residenz aus dem 17. Jahrhundert, in der 1819 die Königin Victoria geboren wurde, und wo man das besondere Erlebnis genießen kann, eine königliche Residenz zu besuchen, ohne sich zu weit vom Herzen Londons zu entfernen.
Kensington Palace
Kensington Palace war auch die letzte Heimat der Prinzessinnen Diana und Margaret. Im Erdgeschoss sind die privaten Appartements zugänglich, die die Schwester von Elisabeth II. mit ihrem Ehemann, dem Grafen von Snowdon, einem Fotografen und großen Technikliebhaber, teilte. Man kann außerdem eine Sammlung prunkvoller Zeremoniekleider bewundern, von denen 14 Lady Diana gehörten. Und man kann sogar im Atelier des Hofschneiders stöbern. Eine schöne Treppe, dekoriert vom Hofmaler König Georg I., führt zu den offiziellen Appartements, die durch Fresken und kostbare Kunstwerke verschönert sind. Hier finden sich der private Ratesaal, die King’s Gallery und die mit Eichenpaneelen verkleidete Königinngalerie. Aus den Fenstern des Palastes hat man eine herrliche Aussicht auf die Harmonie der umliegenden Gärten mit ihren Beeten, Rasenflächen und sorgfältig gepflegten Alleen. Ein Spaziergang durch das viele Grün führt unweigerlich zur Statue des Peter Pan, die von einer Eichhörnchen-Schar begleitet wird; zu einem Besuch der Serpentine Gallery; zum Albert Memorial, einem prachtvollen Denkmal, das Königin Victoria zu Ehren ihres verstorbenen Gemahls errichten ließ; und zum Diana Memorial Playground, einem modernen und bestens ausgestatteten Spielplatz für Kinderreisende.
Ab 2013 wird der Kensington Palace offizielle Residenz des Herzogs und der Herzogin von Cambridge sein, besser bekannt als William und Kate, das weltweit beliebte junge Königspaar. Für sie wurde der Palast umfangreich renoviert, was etwa zwei Jahre dauerte und 12 Millionen Pfund kostete. Am 26. März letzten Jahres durchschnitt Königin Elisabeth das Band zur feierlichen Eröffnung, und alle sind sich einig, dass die neuen Bewohner die Besucherzahlen deutlich steigen lassen werden.
Südlich der Kensington Gardens
Südlich der Kensington Gardens erstreckt sich ein Netzwerk von Museen und Institutionen, die Jahrhunderte englischer Kultur und Geschichte verkörpern. Von der Royal Albert Hall, einer prunkvollen Konzerthalle mit über 5000 Sitzplätzen, eröffnet 1870, unverwechselbar nicht nur durch ihre runde Form, sondern auch durch die rote Backsteinfassade und ein Fries, der die Geschichte der Zivilisationen und Künste erzählt. Zum Royal College of Music, einem neugotischen Gebäude und Sitz des Konservatoriums. Zum Natural History Museum mit seiner langen neoromanischen Fassade, die von Terrakotta-Tieren geschmückt ist. Zum Science Museum mit 40 Galerien auf 7 Etagen, die die wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen der letzten 300 Jahre präsentieren. Bis hin zum riesigen Victoria and Albert Museum, das allen Kulturen, Epochen und Künsten gewidmet ist.

