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Route entlang der alten Mauern von Augsburg in Deutschland

Augsburg ist die drittgrößte Stadt Bayerns mit etwa 300.000 Einwohnern. Von den Römern im Jahr 15 v. Chr. gegründet, ist sie die älteste Stadt Bayerns und die zweitälteste deutsche Stadt. Augsburg ist eine Renaissance-Stadt, die unbedingt einen Besuch wert ist.

Augusta, Germania
Anna Bruno
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Die freie Reichsstadt Augsburg (Augsburg) errichtete Anfang des 16. Jahrhunderts eine Stadtmauer mit mächtigen Bastionen, die die Stadt umgaben und durch Gräben und historische Kanäle geschützt waren, in denen auch heute noch Wasser fließt. In den Mauern wurden elf Tore gebaut, von denen heute noch fünf bewundert werden können.

Sehenswürdigkeiten in Augsburg

Die historische Stadtmauer wurde im 19. Jahrhundert größtenteils abgerissen, doch die Reste der alten Stadtbefestigungen von Augsburg können an verschiedenen Orten besichtigt werden. Der vollständig erhaltene Bereich der Stadtmauer hat eine Gesamtlänge von etwa vier Kilometern. Zurzeit finden an einigen Stellen der Altstadtmauern Restaurierungsarbeiten statt.

Wertachbrucker Tor

Am Rande der Altstadt von Augsburg befindet sich ein Tor, das Wertachbrucker Tor genannt wird. Es wurde ursprünglich um 1370 im gotischen Stil errichtet. 1605 restaurierte und gestaltete der Stadtbaumeister der freien Reichsstadt Augsburg, Elias Holl, das Tor im Renaissance-Stil neu. Im Jahr 1805 passierte Napoleon genau dieses Stadttor von Augsburg. Ein Jahr später wurde die Stadt Teil Bayerns, das während der Militärkampagne, die Napoléon die historischen Siege von Ulm und Austerlitz einbrachte, auf seiner Seite stand.

Wertachbrucker Tor
Wertachbrucker Tor

Fischertor

Im Nordwesten der Altstadt Augsburgs kann man das Fischertor besichtigen. Vom Tor führt eine enge Treppe hinauf zur Stadtmauer, vorbei am Hexenbrunnen, einer Holzskulptur, über die die Legende erzählt, dass hier die Hexen vor ihrer Hinrichtung das letzte Mal tranken. Von diesem Punkt gelangt man zur ehemaligen Bastion Luginsland. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz in Bayern, und von oben bietet sich ein herrlicher Blick über Augsburg.

Von diesem ehemaligen Wachturm gelangt man nach einigen Stufen zu einem Graben und folgt entlang der Stadtmauer weiter dem Weg bis zur Schwedenstiege, einer Steintreppe, an der eines der Symbole Augsburgs steht: das Stoinerne Ma, eine lebensgroße steinerne Figur, die an den Dreißigjährigen Krieg erinnert.

Stoinernen Ma, Augsburg

Venezianischer Brunnen

Stadtwerke Augsburg, des städtischen Versorgungsunternehmens, an dem man das hervorragende Augsburger Wasser kostenlos trinken kann. In der ganzen Stadt gibt es zweiundzwanzig öffentliche Brunnen. Eine willkommene Erfrischung besonders geschätzt von Bürgern und Besuchern in der heißen Sommerzeit.

Augsburger Kahnfahrt: Essen und Bootsverleih

Überquert man die Straße in Richtung Bert-Brecht-Straße, gelangt man zum Augsburger Kahnfahrt, einem traditionellen Restaurant mit Biergarten und der Möglichkeit, Boote zu mieten. Seit über hundert Jahren ist ein Teil des Außenkanals mit Booten befahrbar. Gleich danach beginnt die Oblatterwall, ein weiterer berühmter ehemaliger Bastionsteil der Augsburger Mauer. Diese Orte sind auch bekannt, weil sie dem jungen Gymnasiasten Bertholt Brecht am Herzen lagen, der 1898 in Augsburg geboren wurde.

Jakobertor

Die Tour führt weiter zum Jakobertor und anschließend entlang der Mauern Obere Jakobermauer und Vogelmauer bis zum Vogeltor. Dem Verlauf des alten Grabens folgend, gelangt man zur Oberstadt und zum Roten Tor. Gegenüber dem Roten Tor, auf der rechten Seite, befindet sich der Kunsthandwerkerhof, in dem man die historische und raffinierte Technik der Wassertürme des Roten Tores besichtigen und verstehen kann.

Dieses architektonische Ensemble, seit 2019 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, besteht aus dem großen Wasserturm, dem kleinen Wasserturm und einem dritten Turm, der dazu diente, die Brunnen mit Wasser zu versorgen.

 Kunsthandwerkerhof, Augsburg

Kunsthandwerkerhof, Augsburg

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