Die sizilianischen Küsten und die Venetische Riviera sind die unterschiedlichsten touristischen Produkte unseres Landes, nicht nur geografisch, sondern auch hinsichtlich der Markteigenschaften.
Der italienische Badeurlaub war schon immer, und bleibt auch im Post-Covid, der touristische Bereich, der den größten Anteil am nationalen Markt hat. Italien ist bekannt für seine Kunststädte und sein unschätzbares künstlerisches Erbe. Doch die meisten Touristen konzentrieren sich in der Hochsaison auf die Strände.
Es ist ein häufiger und wiederkehrender Fehler, den gesamten italienischen Badeurlaub als ein homogener Ganzes zu betrachten: Aufgrund der geografischen Merkmale, des Angebots und der Identität der Orte unterscheiden sich unsere Urlaubsziele am Meer tiefgehend voneinander, eine Differenz, die täglich die Arbeit der Tourismusexperten beeinflusst.
Zusammenfassung
Es ist schnell gesagt: Meer!
Von Nord nach Süd der Halbinsel ziehen sich die Küsten ununterbrochen entlang, bilden ein Puzzle (nicht ganz klar definiert) von Reisezielen aller Arten. Betrachtet man die Tourismuswirtschaft, kann man etwa sechs Dutzend verschiedener Badeprodukte identifizieren, jedes mit seiner Geschichte, seinen natürlichen Merkmalen und seiner Marktkonfiguration. Kein Produkt ist wie das andere: Einige haben eine touristische Historie, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts begann, wie die Versilia, andere wurden kürzlich entdeckt, wie Salento; einige leben fast ausschließlich vom italienischen Markt und Familienurlauben, andere sind stark auf ausländische Märkte ausgerichtet und ziehen nur Paare an. Ein Mix aus vielen unterschiedlichen Variablen (einschließlich der Art, den Urlaub zu erleben), macht den Markt eines jeden Badeortes einzigartig.
Vergleich zwischen Venetischer und Sizilianischer Küste!
Die Venetische Riviera und die Nordküste Siziliens sind die bekanntesten Badeziele dieser beiden so unterschiedlichen italienischen Regionen. Jesolo und San Vito lo Capo stellen zwei völlig unterschiedliche touristische Produkte dar, Unterschiede, die auch die zukünftigen Perspektiven beeinflussen.
Um diese Unterschiede hervorzuheben, wurden die Daten aus dem Zucchetti Travel Data Lake analysiert, die die Reiseabsichten der Touristen repräsentieren und somit den Nachfragedruck auf die Gebiete anzeigen.
Die gesammelten Echtzeitdaten spiegeln die Übernachtungssuchen vom 1. Mai bis 31. Juli für Aufenthalte im August-September 2022 wider.
Der erste große Unterschied zwischen den beiden Zielen besteht darin, dass die Volumina völlig unterschiedlich sind: Die Übernachtungssuchen für die Venetische Riviera sind etwa viermal höher als jene für Sizilien. Die Gründe dafür, dass die Venetische Riviera Vorteile hat, liegen vor allem in der geografischen Lage: Sie ist nicht nur sehr nah an den großen Nachfragezentren Norditaliens, sondern auch an den Landesgrenzen, was das Reiseziel aus den Nachbarländern besonders zugänglich macht. Die Erreichbarkeit ist hingegen der Schwachpunkt Siziliens. Diese Faktoren, zusammen mit den historischen Gegebenheiten, führen dazu, dass das sizilianische Reiseziel nur einen ausländischen Marktanteil von 28% aufweist, verglichen mit 68% in Venetien.

Das Verhältnis zwischen italienischen und ausländischen Touristen spiegelt sich direkt in der Homogenität der Nachfrage wider: Betrachtet man die vom Touristen gewählten Check-in-Daten, zeigt sich, dass in beiden Fällen die Nachfrage (selbstverständlich) im Herbst abnimmt, aber in der Riviera deutlich gleichmäßiger bleibt und bis zur ersten Septemberhälfte stark bleibt. An der sizilianischen Küste konzentriert sich die Mehrheit der Nachfrage um Ferragosto und sinkt sofort zum Monatsende.
Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Nachfrage in Sizilien geografisch besser verteilt ist: An der Venetischen Riviera konzentriert sich der Großteil der Nachfrage auf Jesolo und San Michele al Tagliamento; während sie auf der Nordküste der Insel auf alle Meereshotels verteilt ist. Außerdem stieg in diesem Zeitraum (1. Mai – 31. Juli) die Nachfrage für Sizilien um +3,2%, im Vergleich zu +2,1% für Venetien.
Abschließend zeigt die Analyse der Suchclustern, dass bei beiden Segmenten die Hauptzielgruppe Paare sind, aber für die Venetische Riviera der Familientourismus eine größere Rolle spielt. Besonders Palermo, Geraci und Favignana verzeichnen eine hohe Nachfrage nach Paaren, während Cavallino-Treporti und San Michele al Tagliamento bei Familien besonders beliebt sind.
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