Das Dorf, das auf einem steilen Felsenvorsprung thront, hat eine eigenartige elliptische Form und beherbergt im Inneren ein dichtes Netz aus kleinen Straßen, Gassen und Plätzen. Die mittelalterlichen Mauern wurden von Friedrich II. von Schwaben um das Schloss herum errichtet, das in Wirklichkeit nichts anderes als eine einfache befestigte Struktur mit Beobachtungs- und Verteidigungsfunktionen war. Vom Belvedere auf dem Platz Sant’Antonio bietet sich ein atemberaubender Blick auf das gesamte Dorf. Entlang der Via Duomo erreicht man eines der Wahrzeichen von Termoli: die romanische Kathedrale San Basso, deren heller Stein unter den Sonnenstrahlen wunderbar glänzt. Sie wurde im 12. Jahrhundert von Alfano da Termoli erbaut und trotz wiederholter Verwüstungen durch sarazenische Überfälle hat sie ihren ursprünglichen Charme und ihre Eleganz bewahrt. Die Fassade ist mit Arkaden, Pilastern und einem verzierten Portal gestaltet; im Inneren sind noch Spuren eines ursprünglichen römischen Tempels zu sehen, auf dem die Kirche gebaut wurde, sowie Fragmente des ursprünglichen byzantinischen Mosaikbodens, die reale und fantastische Tiere darstellen. Diese Motive sind in den mittelalterlichen Ikonografien der Sakralbauten Süditaliens weit verbreitet.
Termoli, zwischen Meer und mittelalterlichen Mauern der Altstadt
Hauptbadeort des Molise, Termoli ist nicht nur eine charaktervolle Stadt, die von alten Mauern umgeben ist, sondern auch eine bequeme Ausgangsbasis für Fähren und Tragflügelboote zu den Tremiti-Inseln.

