Von der ersten Version des Palastes hinterließ uns Pier Paolo Rubens wertvolle Dokumentation, indem er die Gravur der Fassade im Band “I palazzi di Genova” veröffentlichte, den er 1622 in Antwerpen herausgab.
Dank dessen ist die ursprüngliche Verbindung zwischen den beiden Flügeln des Palastes mit einer offenen Loggia dokumentiert, die Mitte des 17. Jahrhunderts geschlossen wurde und im Bereich des zweiten Stocks mit einer Terrasse verbunden war, auf der 1734 die Spiegelgalerie erbaut wurde. Man sieht auch die ursprüngliche Freskodekoration mit illusionistischen Architekturelementen, von denen kürzlich einige Fragmente wiedergefunden wurden, aus denen sich die Kontinuität des Entwurfs zwischen den Außenfassaden und der Freskodekoration in den Sälen des ersten herrschaftlichen Stocks ableiten lässt. Das Museum entstand mit der Gemäldesammlung, den Möbeln, Keramiken, Silberarbeiten, Büchern und Gravuren, die die Markgrafen Paolo und Franco Spinola 1958 zusammen mit dem jahrhundertealten Familienpalast dem italienischen Staat schenkten, dessen Erbe dieser bildete. Bedingung der Schenkung war die Erhaltung des Erscheinungsbildes als Wohnsitz, das ihn auszeichnete, ausgenommen die letzten zwei Stockwerke.
Hier, da sie sich bewusst waren, dass die Kriegsschäden das historische Aussehen ausgelöscht hatten und daher diese Auflage keine Grundlage mehr besaß, schlugen sie die Einrichtung eines anderen Museums vor, die damals zu gründende Nationalgalerie Liguriens.
Wie von ihnen vorgesehen, wurde dieser Teil des Palastes 1993 eröffnet, um der Öffentlichkeit den Kern der Werke zu präsentieren, die heute den Museumsbestand bereichern, welcher aus den vom Staat getätigten Erwerbungen zur komplementären Ergänzung der Spinola-Schenkung besteht.

