Gegründet 1974 als Museum der bäuerlichen Kultur der Romagna, verdankt es seinen Ursprung der Einlagerung einer umfangreichen Sammlung ethnografischer Materialien durch den lokalen Künstler Mario Bocchini, die später von der Stadtverwaltung Cesena übernommen und im Femmina-Turm der Malatestiana-Festung untergebracht wurde. Bis Mitte der achtziger Jahre bewahrte das Museum die ursprünglich rekonstruktive Ausstellung von Orten und Funktionen der Bauernarbeit, die weitgehend den kulturellen Orientierungslinien des Sammlers aus Cesena entsprach. Anschließend begann eine umfassende Neuordnung der verschiedenen Sammlungen, die mit geeigneten didaktischen Hilfsmitteln die unterschiedlichen Produktionszyklen wie Weizen, Mais und Hanf darstellen sollten. Besonders wirkungsvoll ist die ständige Ausstellung über Rebe und Wein im obersten Stockwerk des Turms. Der Museumsbestand, ergänzt durch Spenden lokaler Sammler, besteht aus über zweitausend Objekten, die überwiegend aus der Region Cesena und anderen Gebieten der Romagna stammen und chronologisch dem späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zugeordnet werden können. Zu den interessantesten alten Objekten zählen ein steinerner Drescher für Weizen aus der Römerzeit, eine Kelter für Trester aus dem 18. Jahrhundert sowie Votivkeramiken vom 17. Jahrhundert bis zum letzten Jahrhundert. Bedeutend ist auch die Ausstellung von Bildern, Zeichnungen, Gemälden und Fotografien.
Informationen zum Museum für Agrargeschichte
Via Ordelaffi, 8,
47521 Cesena (Forlì-Cesena)
0547355727
iat@comune.cesena.fc.it
https://www.cesenacultura.it
Quelle: MIBACT

