Jüdisches Museum „Fausto Levi“, Soragna ⋆ FullTravel.it

Jüdisches Museum „Fausto Levi“, Soragna

Museo ebraico "Fausto Levi" Soragna
Redazione FullTravel
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Das Jüdische Museum von Soragna sammelt die Erinnerungsstücke der acht alten jüdischen Gemeinden von Parma, um die Erinnerung an eine bedeutende Seite der lokalen und regionalen Geschichte zu bewahren. Das Museum ist in mehrere Säle unterteilt, die Dokumente aus der Zeit zwischen 1555 und 1803 (päpstliche Bullen, Edikte) aufbewahren und ausstellen; Erinnerungsstücke der Gemeinden Cortemaggiore, Fiorenzuola und Soragna; fotografische Dokumentationen der alten Synagogen; Dokumentationen über die Rassengesetze von 1938 und den Holocaust unter dem Nazi-Regime; eine Sammlung wertvoller Ritual- und Kultgegenstände (Bibelrollen mit dazugehörigen Paramenten aus edlen Stoffen und Silberkronen); alte Gebetsbücher. Die geographische Lage von Soragna, im Zentrum der Gebiete der Staatsgebung von Parma, wo Mitte des 16. Jahrhunderts die acht jüdischen Gemeinden von Borgo S. Donnino, dem heutigen Fidenza, Busseto, Colorno, Cortemaggiore, Fiorenzuola, Monticelli und Soragna angesiedelt wurden, stellte die ideale Lösung für die Einrichtung eines Museums der jüdischen Kultur dar. Eröffnet 1982 in den Räumen an der Synagoge und später dem Andenken seines Gründers Fausto Levi gewidmet, ist das Museum in verschiedene Sektionen gegliedert. In den beiden kleinen Räumen links vom Eingang befindet sich der allgemeine historische Bereich mit päpstlichen Bullen, Edikten und Dokumenten von 1555 bis 1803, die als Original oder Kopie ausgestellt sind, sowie Zeugnisse über Deportationen und den Holocaust. Im Erdgeschoss widmet sich ein kürzlich eingerichteter großer Raum den Dokumentationen der alten jüdischen Gemeinden von Cortemaggiore, Fiorenzuola und Soragna, während eine fotografische Installation die Innenräume der alten Synagogen der Gegend zeigt. Im Obergeschoss werden einige Möbelstücke aus der Synagoge von Cortemaggiore aufbewahrt. Im Vorraum zur Synagoge sind heilige Silbergegenstände, Bücher und Kultmaterialien aus dem 18. bis 19. Jahrhundert ausgestellt. Der Besuchsweg umfasst auch den eindrucksvollen Synagogensaal, der 1855 eingeweiht wurde: Im neoklassizistischen Stil ist er mit Stuckarbeiten von Antonio Rusca und Fresken von Giuseppe Levi geschmückt; interessant ist die Frauenempore, die mit fein gearbeitetem Metallgitter verschlossen ist.

Informationen zum Jüdischen Museum „Fausto Levi“

Via Cavour, 43,
43019 Soragna (Parma)
0524599399
info@museoebraicosoragna.net
https://www.museoebraicosoragna.net

 Quelle: MIBACT

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