Am Westufer des Lago Maggiore, eingebettet in eine romantische Hügellandschaft, erstreckt sich Verbania bis zum Monte Rosso, der sich hinter der Borromäischen Bucht befindet. Die Stadt bietet eine einzigartige Vielfalt an Panoramaausblicken und Umgebungen zum Eintauchen, perfekt für alle Reisenden, die das Leben im Freien genießen – sei es im gemächlichen Tempo oder auf anspruchsvolleren Routen.
Entlang des piemontesischen Ufers des Lago Maggiore, das zur Gemeinde Verbania gehört, befindet sich das faszinierende Spezial-Naturschutzgebiet Fondo Toce, das 1990 eingerichtet wurde. Die Schilfgürtel dieser Gegend gehören zu den letzten Feuchtgebieten im östlichen Teil der Region. Die außergewöhnliche Biodiversität in diesem Gebiet des Piemont wird durch zahlreiche Arten von Amphibien, Reptilien, Säugetieren und Insekten belegt, die hier leben, von der Sumpfschildkröte über den grünen Frosch, von Zauneidechsen bis zu Füchsen und Wiesel, um nur einige zu nennen. Das Ökosystem ist zudem ideal sowohl für zahlreiche Seefische und Vögel als auch für das Vorkommen von über 240 Pflanzenarten. Besucher können die schönsten Ecken entdecken und die verschiedenen Bewohner des Schutzgebiets auf einem flachen Weg erkunden, der in etwa einer Stunde zu Fuß zu bewältigen ist.
Von der Reservat aus kann man auf Fuß- und Radwegen den Park des Gedenkens und des Friedens erreichen, einen Ort von landschaftlicher, aber vor allem historischer Bedeutung. Er befindet sich an dem Ort, an dem 1944 die Nazis 43 Partisanen erschossen, und die 16.000 m2, die er umfasst, ehren deren Andenken. Der Park, der dem Widerstand gewidmet ist, umfasst einen monumentalen Bereich: ein hohes Kreuz – Symbol des Opfers – dominiert die lange Wand, auf der die Namen von 1200 Partisanen eingraviert sind; das Denkmal für die georgischen Partisanen, eine Kupferskulptur, die von den sowjetischen Partisanen Georgiens gestiftet wurde; das Denkmal Ex Internati, das besonders den italienischen Internierten gewidmet ist; das Frauen-Denkmal, das die Rolle der Frau im Widerstand symbolisiert; und das Holocaust-Denkmal, das an das jüdische Volk erinnert. Im Jahr 2000 pflanzte der damalige israelische Botschafter einen Olivenbaum als Friedenssymbol, der heute in der Nähe der monumentalen Wand steht.

Für diejenigen, die gerne hügelige Wanderungen unternehmen, bietet der Verbano unter anderem Wege zum Monterosso, die sportliche Aktivitäten mit historischen und landschaftlichen Wert verbinden. Einer der Wege nach Cavandone, einem Ortsteil von Verbania auf dem Monte Rosso, beginnt in Suna, einem malerischen Dorf am Seeufer, das kürzlich mit lebendigen Wandgemälden verschönert wurde. Den bereits im Ort vorhandenen Hinweisen folgend, erreicht man einen Panoramawanderweg, der an interessanten Gebäuden wie der Antiken Türmchen und der kleinen Kirche Buon Rimedio – mit ihrem herrlichen Aussichtspunkt über die Borromäische Bucht – entlangführt, bis man Cavandone erreicht. Das kleine mittelalterliche Dorf mit seinen charakteristischen steinernen Bauernhäusern inspirierte die berühmte Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri, Autorin des Romans „Heidi“, die hier zwei ihrer Romane ansiedelte. Die Spyri verbrachte oft längere Aufenthalte in Suna und feierte in diesen beiden Romanen die Schönheit und Einzigartigkeit der Landschaften des Verbano.

