Der erste Museumsbestand wurde 1927 mit einer paläontologischen Sammlung im Saal des Gemeindearchivs im zweihundertjährigen Palazzo del Podestà, dem Sitz des Rathauses, gegründet. Seit 1990 befindet sich das Museum im ehemaligen Krankenhaus Santo Spirito, einem fünfzehnten Jahrhundert Gebäude von anerkanntem architektonischem und städtebaulichem Wert, da es das einzige noch erhaltene Beispiel in Castell’Arquato von Arkaden ist, die mit der Via Francigena verbunden sind. Die Sammlung besteht aus einem Anfangskern, gebildet durch die Sammlung fossiler Mollusken des Anwalts und Sammlers Odoardo Bagatti und den Überresten eines fossilen Wals, der 1934 bei den Schluchten von Monte Falcone vom Dr. Agostino Menozzi gefunden wurde. Präsentiert werden vorwiegend Materialien aus der lokalen Umgebung, deren spezielle pliocäne Formation, bekannt als “Piacenziano”, seltene fossile Walspezies hervorgebracht hat, darunter das bereits erwähnte von Monte Falcone und ein weiteres, das 1983 in den Schluchten von Rio Carbonaro gefunden wurde. Der Ausstellungsweg ist hauptsächlich durch drei Sammlungstypen gekennzeichnet: die Malakofauna des Piacenziano, die Wale des Pliocäns und die Wirbeltiere des quartären Po-Beckens, zu denen im Laufe der Zeit die mineralogische und petrographische Sammlung hinzugefügt wurden, letztere entstanden im Rahmen von Forschungskampagnen in außereuropäischen Gebieten. Besonders bemerkenswert ist die Präsenz im zentralen Saal des Museums einer riesigen Holzskulptur, geschaffen von Giorgio Rastelli, welche einen Zwergflossenwal in Lebensgröße darstellt.
Informationen zum Geologischen Museum “G. Cortesi”
Via Sforza Caolzio, 57,
29014 Castell’Arquato (Piacenza)
0523 803215
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Quelle: MIBACT

