Das geografische Zentrum der schwedischen Region Dalarna ist der Siljan-See, um den sich eine Vielzahl von Seen und waldbedeckten Hügeln erstreckt, in denen zahlreiche Elche, Luchse, Wölfe, Vielfraße und auch Braunbären leben.
Die alten Dörfer, die sich in seinen Gewässern spiegeln, sind nahezu intakt geblieben und zeigen traditionelle Bauernhöfe, die fabot genannt werden, ein quadratischer Grundriss mit einem zentralen Wohnbereich und den übrigen Räumen als Ställe, Heuböden und Lager. Magisch ist in Dalarna auch der Winter, besonders für Langlaufbegeisterte: Hier findet jedes Jahr das legendäre Vasaloppet statt, das berühmteste Langlaufrennen der Welt, das aus einer der spannendsten Episoden der schwedischen Geschichte hervorging.
Im Winter 1520 hatte sich König Gustav Vasa im Dalarna unter falscher Identität versteckt, nachdem er dem Zorn der Dänen entkommen war, die den Süden des Landes besetzten. Da er wusste, dass die Bauern der Region Freiheitsgeister waren, suchte der König ihre Unterstützung, um den Feind zu vertreiben.
Als er die Stadt Mora erreichte, hielt Gustav Vasa eine eindringliche Rede und stellte seine Pläne vor, konnte jedoch die Gemüter nicht bewegen. Enttäuscht von der Gleichgültigkeit und sich in Gefahr fühlend, machte sich der König mit Schneeschuhen zu Fuß auf den Weg zur norwegischen Grenze. Doch das Schicksal war ihm wohlgesonnen, denn kurz darauf fühlten sich die Bauern in Dalarna von den Dänen bedroht und suchten reumütig den König auf.
Ihre besten Skifahrer schnallten die Langlaufskier an und ohne Zeit zu verlieren, nach ungefähr hundert Kilometern, fanden sie ihn in Salen, nahe der norwegischen Grenze, und boten ihm ihre volle Unterstützung im Befreiungskampf, der 1523 begann und siegreich endete. Genau diese historische Verfolgung gab den Anstoß für das Vasaloppet, dessen erste Ausgabe 1922 stattfand und das noch heute am ersten Sonntag im März etwa 14.000 Athleten aus aller Welt über die 90 km von Salen nach Mora führt.

