Umsatzeinbruch von Hotels und Restaurants um mehr als 44 Prozent

Die Coronavirus-Notlage hat verschiedene Wirtschaftssektoren in die Knie gezwungen. Der Tourismus ist einer der am stärksten betroffenen Bereiche. Der Umsatz von Hotels und Restaurants ist um über 44 % eingebrochen.

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Die Schätzungen des Observatoriums zu den Bilanzen der SRL, veröffentlicht vom Rat und der Nationalen Stiftung der Wirtschaftsprüfer unter Berücksichtigung des Stillstands der Aktivitäten in den Monaten März und April sowie des allmählichen Wiederanlaufs der Aktivitäten in den folgenden Monaten.

Hotels verlieren über 7 Milliarden: Die Lombardei am stärksten betroffen

Der Sektor der Hotelunterkünfte erleidet einen Verlust von 7,7 Milliarden Euro, was -54% entspricht, während der Gastronomiebereich einen Rückgang von 8,3 Milliarden Euro verzeichnet, was -37% entspricht. Auf regionaler Ebene ist die Lombardei mit einem Rückgang von 3,5 Milliarden Euro am stärksten betroffen, gefolgt von Latium mit -2,7 Milliarden Euro und Venetien mit -1,6 Milliarden Euro. Der Rückgang ist sowohl auf die gesunkene Nachfrage zurückzuführen – die den Sektor bereits vor Ausbruch des Notstandes in Italien getroffen hat – als auch auf die vom Dekret verordnete Einstellung der Aktivitäten, um dem Gesundheitsnotstand zu begegnen.

Hotels und Restaurants verlieren 44,1%

Der zur Eindämmung der Covid19-Ansteckungen verhängte Lockdown wird 2020 in Italien zu einem Umsatzeinbruch für die GmbHs der Branche Restaurants und Hotels (72.748 Gesellschaften, die 2019 einen Umsatz von 37,8 Milliarden Euro erzielten) von 16,7 Milliarden Euro führen, was einem Rückgang von -44,1% im Vergleich zu 2019 entspricht. Besonders betroffen ist der Sektor der Hotelunterkünfte mit einem Verlust von 7,9 Milliarden Euro (-53,8%), während die Gastronomie einen Rückgang von 8,8 Milliarden Euro (-37,9%) verzeichnet. Auf regionaler Ebene ist die Lombardei mit einem Rückgang von 3,5 Milliarden Euro am stärksten betroffen, gefolgt von Latium mit -2,7 Milliarden Euro und Venetien mit -1,6 Milliarden Euro. 

Die Schätzung wurde an einer Stichprobe von Unternehmen durchgeführt, die alle GmbHs umfasst, die in den letzten drei verfügbaren Jahren (2016-2018) mindestens einen Jahresabschluss vorgelegt haben. In diesem Fall handelt es sich um 72.748 Gesellschaften (53.145 im Gastronomiebereich und 19.063 im Beherbergungssektor), denen für 2019 ein Gesamtumsatz von 37,8 Milliarden Euro zuzurechnen ist. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die hier vorgestellten Schätzungen nur für die Bilanzen der GmbHs in der Branche Restaurant und Hotels gelten und somit nicht auf den gesamten Sektor übertragbar sind, der laut Istat-Daten von 2017 aus etwa 328.000 Unternehmen besteht, darunter etwa 160.000 Einzelunternehmen und 90.000 Personengesellschaften sowie fast 3.000 Genossenschaften.

Die Quantifizierungen basieren auf bestimmten Annahmen zum Einfluss der durch den Coronavirus-Notstand ausgelösten Krise, separat für die GmbHs der Bereiche „Beherbergung“ und „Gastronomie“. Für den erstgenannten Bereich wurde insbesondere die starke Saisonalität der Produktionstätigkeit berücksichtigt, wobei Istat-Daten zu den touristischen Strömen 2019 auf Quartalsbasis verwendet wurden. Für die endgültigen Schätzungen der Jahresabschlüsse wurden zwei unterschiedliche monatliche Wirkungsmaße für die oben genannten Bereiche verwendet, die den Stillstand der Aktivitäten in den Monaten März und April und die allmähliche Erholung in den Folgemonaten berücksichtigen.

Die eingesetzten Hypothesen sahen bereits ab Januar 2020 Rückgänge der Aktivität vor. Es wurde insbesondere im Gastronomiebereich eine gewisse Betriebsamkeit auch während der Lockdown-Monate angenommen (etwa für Take-away oder spezielle Catering- und Kantinendienste) und generell keine vollständige Wiederaufnahme bis Dezember 2020 unterstellt.

Eine plötzliche Krise für einen wachsenden Sektor: Im Observatorium zeigt sich nämlich, dass 2018 in Italien Beschäftigte und Umsätze um +5,9% bzw. +5,7% gegenüber dem Vorjahr stiegen und damit einem positiven Trend der letzten Zeit folgten. Unter den Einzelbereichen stach insbesondere die Entwicklung von Restaurants und mobilen Gastronomiediensten hervor, während auf makroregionaler Ebene der höchste Umsatzzuwachs im Süden (+6,4%) und der größte Zuwachs an Wertschöpfung im Nordwesten (+7,9%) verzeichnet wurde.

Umsatz von Hotels und Restaurants nach Region

A Auf regionaler Ebene stand die Basilikata 2018 beim Umsatzwachstum im Bereich Restaurants und Hotels an der Spitze (+9,4%), gefolgt von Sizilien (+7,1%), Emilia-Romagna (7%) und Kampanien (+7%). Die Regionen mit den stärksten Rückgängen bei den Wachstumsraten des Umsatzes 2018 im Vergleich zu 2017 waren hingegen die Abruzzen (-5,7%), Molise (-3,7%), die Lombardei (-3,2%) und Sardinien (-3,2%), wobei sie dennoch im positiven Bereich blieben. Hervorzuheben ist das Molise, die einzige Region mit einem Umsatzrückgang 2018 im Vergleich zu 2017 (-0,4%).

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