Es ist das weltweit erste Museum, das der Geschichte jener Studenten gewidmet ist, die vor über acht Jahrhunderten gerade in Bologna gemeinsame Regeln für Zusammenleben und Selbstverwaltung aufgestellt und Rituale sowie Zeremonien entwickelt haben, die zu fundamentalen Elementen ihrer Identität wurden. Es fördert das Verständnis der Veränderungen der Studentenfigur im Laufe der Jahrhunderte durch die Darstellung der verschiedenen Aspekte, welche die Entwicklungen in den einzelnen europäischen Ländern geprägt haben: Studentenmobilität, Vereinswesen, materielles Leben, Wert der Meritokratie, Sportaktivitäten, die späte Zulassung von Frauen an Universitäten, politisches Engagement, originelle Aspekte der studentischen Kultur (Zeitungen, Musik, Theater, Feste). Das im zweiten Stock des Palazzo Poggi gelegene Museum (das auch Archiv- und Bibliotheksfunktionen hat) zeigt somit die Geschichte der studentischen Präsenz und Traditionen in den wichtigsten europäischen Universitätsstädten von den Anfängen bis heute, anhand von Materialien aus alten Archivbeständen, Spenden oder Käufen bei Antiquaren. Es wächst vor allem dank Spenden aus allen europäischen Städten beständig weiter. Gesammelt werden studentische Dokumente und solche zur Entwicklung des Goliardentums aller Zeiten und Herkunft über einen langen chronologischen Zeitraum vom 13. Jahrhundert bis 1968 und darüber hinaus. Ausgestellt werden Fotografien, Diplome, Erinnerungsstücke, Gegenstände, Bücher, Zeitungen, Filme, Medaillen, Plakate, Postkarten, begleitet von einem umfangreichen multimedialen Angebot.
Informationen zum Europäischen Studentenmuseum
Via Zamboni, 33,
40121 Bologna (Bologna)
051238602
gianpaolo.brizzi@unibo.it
https://www.archiviostorico.unibo.it/museostud
Quelle: MIBACT

