Zwischen 1993 und 1994 hat die Denkmalbehörde für archäologische Stätten von Emilia-Romagna ein Komplex von Bauwerken freigelegt, der Zeugnisse aus der republikanischen Zeit, eine Domus aus der Augusteischen Zeit, eine Domus aus der Hadrianischen Zeit, eine Thermenanlage, ein spätantikes Gebäude (4.-6. Jahrhundert) mit einem Mosaik mit Emblem des Guten Hirten sowie einen byzantinischen Palast umfasste.
Letzterer entspricht der prächtigen Residenz einer hochrangigen Persönlichkeit am Hof von Ravenna, bestehend aus 14 Räumen und 2 Innenhöfen, in Gebrauch vom späten 5. bis frühen 7. Jahrhundert und bereichert durch feine Bodenmosaike. Unter ihnen sticht wegen seiner Größe und handwerklichen Qualität das Mosaik im Raum 10 hervor, ein großer Raum von etwa 100 Quadratmetern mit dem Emblem des Tanzes der Geister der Jahreszeiten im Zentrum.
Die archäologische Stätte ist für Besucher aufbereitet und vor Ort museal erschlossen: Im unterirdischen Bereich wurden Mosaike und Marmorböden des byzantinischen Palastes nach der Restaurierung wieder verlegt. Der Ausstellungsbereich ist durch die kleine Kirche Sant’Eufemia zugänglich, die auf einem älteren Kultort errichtet wurde, der als der älteste in Ravenna und Emilia gilt.

