Eröffnet im Jahr 1956, innerhalb eines großen Grünbereichs nahe dem charakteristischen Dorf, sollte dieser Park von Anfang an nicht nur ein einfacher Vergnügungsort sein, sondern auch ein großes kollektives Werk von Künstlern mit starker Persönlichkeit. Der Reiz des Rundgangs, gespickt mit Mosaiken, Skulpturen und kuriosen Installationen, entsteht gerade durch die perfekte Verbindung von Kunst und Natur; sein gewundener Verlauf und die dichte Vegetation sorgen dafür, dass jede Station überraschend und völlig unerwartet erscheint. Gleich nach dem Eingang begegnet man der imposanten Pinocchio-Figur und der Fee, der fünf Meter hohen Bronzeskulptur von Emilio Greco, die den Weg der Holzpuppe und ihre Verwandlung in einen Menschen durch die Segnungen der Fee zusammenfasst. Oder versteckt im dichten Laub befindet sich ein eindrucksvoller Sprechender Grille von Pietro Consagra, mit erhobenen Beinchen als Warnzeichen. Oder mitten in einem großen, von Grün umrahmten Becken ein furchterregender Hai von Marco Zanuso, mit einer Reihe spitzer Zähne, bereit, alles zu verschlingen.
Doch Kunst ist im Parco Collodi nicht alles; es finden das ganze Jahr über immer neue kulturelle und spielerische Aktivitäten statt. Die Animateure der Gruppe Nasolungo bieten altersgerechte Workshops mit Mal- und Dekorationsateliers an; Erzählungen und kleine Zaubershows im Feenkarren; Erzähler und Puppentheateraufführungen; Kostümfotos im Pinocchio-Atelier und vieles mehr. Unter den Steineichen in den Erholungsbereichen fehlen auch wunderschöne, perfekt restaurierte historische Karussells, die dank der Arbeit geschickter Handwerker erhalten wurden. Und im Labor der Worte und Figuren kann man in die Kunstveranstaltungen über Pinocchio eintauchen und in tausend Spielen, Klängen und Fantasien, inspiriert von der liebenswerten Holzpuppe. Wenn nach so viel Spielen der Appetit kommt, bleibt nur der Platz in der Osteria del Gambero Rosso, deren Krebsscheren, dargestellt durch die roten Bögen des Restaurants, Werk von Giovanni Michelucci sind.
Collodi, Besuch im Pinocchio-Park
Es konnte nicht anders sein als in Collodi (Pistoia), der Heimat von Carlo Lorenzini, alias Collodi, dem “Papa” von Pinocchio, den Park zu errichten, der der berühmten Holzpuppe und ihren aufregenden Abenteuern gewidmet ist.
Keine Kommentare

