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Afrikanisches Museum in Basella di Urgnano, Bergamo

Ist es möglich, Afrika zu entdecken, ohne lange und teure Reisen auf sich nehmen zu müssen? In Basella di Urgnano, in der Provinz Bergamo, ist dies dank des afrikanischen Museums möglich.

Museo africano a Basella di Urgnano
Redazione FullTravel
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Ist es möglich, Afrika zu entdecken, ohne lange und teure Reisen auf sich nehmen zu müssen? Man muss nur nach Basella di Urgnano in der Provinz Bergamo fahren, etwa vierzig Kilometer von Mailand entfernt, wo sich im alten Kloster der Passionistenmissionare der neue Sitz des Afrikanischen Museums und Dorfes befindet.

1984 gründete die religiöse Bruderschaft das Museum in der nahegelegenen Ortschaft Calcinate, um die Traditionen, Gewohnheiten und Prinzipien der afrikanischen Völker bekannt zu machen, aber auch, um Licht auf die sozialen, künstlerischen und spirituellen Veränderungen in Subsahara-Afrika zu werfen. Und in Calcinate stellten die Missionare ein ganzes afrikanisches Dorf detailgetreu nach, um den Besuchern die Umgebung zu zeigen, aus der Kultur und afrikanische Kunst entstanden sind.

Nun befindet sich das neue Museum in Basella, neben dem Kloster aus dem 15. Jahrhundert, das vom Feldherrn Bartolomeo Colleoni errichtet wurde. Das Gebäude ist sehr modern und technologisch fortschrittlich konzipiert und mit seinen innovativen technischen, akustischen und multimedialen Lösungen in der Lage, mit den größten Museen Europas zu konkurrieren. Das afrikanische Dorf wird hingegen bis 2004 wieder aufgebaut.

Im Museum werden die Kultur und Spiritualität des afrikanischen Volkes durch die Ausstellung von Kunstwerken aus 11 Ländern, datiert vom 14. bis zum 18. Jahrhundert, erzählt. Es reicht von den Skulpturen der Dogon aus Mali bis zu denen der Lobi, von den Masken aus Burkina Faso bis zu den Baule-Figuren der Elfenbeinküste, von den surrealistischen Makonde-Statuen aus Mosambik und Tansania bis zu den Ahnenbildern des Hemba-Volkes aus dem Kongo.

Afrikanisches Museum in Basella di Urgnano

Zu dieser dauerhaften Sammlung kommen thematische und temporäre Ausstellungen hinzu, wie die Spielzeugausstellung „Schätze auf der Müllhalde“, ein echtes Lob der Kreativität und Geschicklichkeit afrikanischer Kinder.

Oder die Ausstellung über die in Afrika verbreitetsten Maltechniken, eine Ausstellung von Leinwänden nach Genre und Technik geordnet, die den Besucher durch Bilder von Dörfern, Städten, Tieren, Geschichte und Traditionen auf die Entdeckung des Schwarzen Kontinents begleitet.

Selbstverständlich werden im Einklang mit der humanitären Tätigkeit der Passionistenkongregation die Einnahmen des Museums den afrikanischen Missionen zur Errichtung und Erhaltung von Schulen und Handwerkswerkstätten gespendet.

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