Die Welt zu bereisen und neue Länder und Orte zu entdecken, kann sehr spannend sein – bis es das nicht mehr ist. Probleme gehören auf Reisen fast zum Standardprogramm. Du weißt nie, welche Pechsträhne dich erwartet, ob es der verlorene Geldbeutel, ein betrügerischer Straßenkünstler, ein Taschendieb oder etwas Schlimmeres ist.
Es ist wichtig, die Realität des Reisens zu verstehen und einige grundlegende Sicherheitstipps für Reisende zu kennen, die dir helfen, aufmerksam zu bleiben. So bist du im unwahrscheinlichen Fall der Fälle vorbereitet. Diese Reisesicherheitstipps sollen dir helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden oder zumindest deren Auswirkungen zu minimieren.
1. Zeige keine Wertgegenstände
Die goldene Regel, um Diebstähle zu vermeiden, ist, nicht wie jemand auszusehen, der etwas Wertvolles bei sich trägt. Sobald Leute teuren Schmuck oder Elektronik wie Kameras, Handys oder Laptops sehen, wissen sie, was sie stehlen können. Um das zu verhindern, solltest du solche Dinge tagsüber nicht offen tragen oder sie zumindest diskret verstauen.
Verstecke Schmuck unter der Kleidung und hole teure Elektronik nur bei Bedarf hervor. Überlege dir genau, was du wirklich für deine Reise brauchst, und lasse unnötige Wertgegenstände lieber zu Hause.
2. Kenne die häufigsten Betrugsmaschen auf Reisen
Viele sehen Touristen als leichte Beute, um damit Geld zu verdienen. Leider gibt es immer wieder Betrüger, die Reisende mit Tricks und Abzocke schädigen. Es gibt zu viele verschiedene Betrugsarten, um sie hier alle aufzulisten, und oft hat jedes Land seine eigenen Varianten.
Beispiele sind der geschlossene Palast-Betrug in Bangkok oder der Teebetrug in China sowie globale Fallen wie Taxis mit defektem Taxameter. Am besten informierst du dich vorab online über gängige Betrugsmaschen in deinem Reiseziel.
3. Kenne die lokalen Notfallnummern
Wenn während deiner Reise etwas schiefgeht, musst du wissen, wie du Hilfe bekommst – sei es Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen oder deine Botschaft. Für jeden dieser Dienste solltest du die Telefonnummern kennen und wissen, wo sich deine Botschaft oder dein Konsulat im Gastland befindet.
Die Notrufnummern sind nicht überall identisch; 112 gilt nicht in jedem Land. Oft findest du sie in Hotels oder Herbergen auf Sicherheitshinweisen oder Fluchtplänen. Informiere dich am besten vor Reisebeginn online und speichere sie auf Papier und deinem Handy.
4. Nutze keine Gesäßtaschen
Eine der einfachsten Maßnahmen, um sicher zu bleiben, ist es, wertvolle Gegenstände nicht in der Gesäßtasche zu tragen. Taschendiebe stehlen am liebsten von dort, da es einfach ist. Trage lieber Telefon, Geldbörse, Reisepass etc. in der vorderen Hosentasche, wo sie besser geschützt sind.
5. Reiseversicherung abschließen
Ein gängiger Spruch unter Reisenden lautet: “Wenn du dir keine Reiseversicherung leisten kannst, solltest du nicht reisen.” Auf Reisen ist mit Überraschungen zu rechnen, und leider sind diese oft teuer oder unangenehm.
Von hohen Arztkosten bei Unfällen bis zu unerwarteten Verzögerungen oder rechtlichen Problemen kann eine Reiseversicherung lebensrettend sein. Informiere dich gründlich über den Umfang der Policen, um den passenden Schutz zu finden.
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6. Nimm eine Kopie deines Reisepasses mit
Zu den wichtigsten Dingen auf einer internationalen Reise gehört dein Pass – er steht ganz oben auf der Liste dessen, was du nicht verlieren möchtest. Ohne ihn gerätst du schnell in ernsthafte Schwierigkeiten. Deshalb solltest du ihn möglichst gut schützen.
Trage deinen Pass nicht offen bei dir, um Diebstahl, Verlust oder Beschädigung zu vermeiden. Es ist ratsam, eine Kopie des Passes mitzunehmen und das Original sicher im Hotelsafe zu verwahren.
Die Kopie ist zwar kein Original, dient aber als temporärer Identitätsnachweis, falls der Pass verloren geht oder gestohlen wird. Egal, ob du den Pass bei dir trägst oder nicht, eine Kopie ist immer sinnvoll.
7. Kenne deine Grenzen
Spaß im Ausland bedeutet oft, mit anderen zu trinken, doch lasse dich nicht zu sehr betrinken. Alkohol beeinträchtigt dein Urteilsvermögen und erhöht das Risiko, in gefährliche Situationen zu geraten. Gleichzeitig signalisierst du potentiellen Tätern, dass du leichter auszunutzen bist – und das Risiko, bewusstlos zu werden, ist bei starkem Trinken höher.
8. Keine illegalen Drogen im Ausland
Manche nehmen an, sie könnten im Ausland machen, was sie wollen. Doch das kann fatale Folgen haben, besonders bei Drogenkonsum, denn die Gesetze sind oft viel strenger als zu Hause.
In manchen Ländern, etwa in Südostasien, drohen bei Drogendelikten langjährige Haftstrafen oder sogar die Todesstrafe. In anderen wird Korruption genutzt, um hohe Bestechungsgelder zu erpressen.
Nur weil Drogen leichter erhältlich scheinen, heißt das nicht, dass du mit Nachsicht rechnen kannst.
9. Reise nachts nicht allein
Es überrascht nicht, dass Sicherheitsregeln auch auf Reisen gelten, wie zu Hause. Allein nachts unterwegs zu sein ist riskanter als tagsüber – das gilt überall. Besonders nachts reist man am besten in der Gruppe, um sicher zu sein und rechtzeitig ins Quartier zurückzukehren.
10. Lass dich vor Reiseantritt impfen
Auf Reisen bist du vielen ungewohnten Krankheiten ausgesetzt. Um dich zu schützen, solltest du sicherstellen, dass deine Impfungen auf dem neuesten Stand sind – zum Beispiel gegen Tetanus, Gelbfieber, Typhus oder Hepatitis A.
Einige Länder verlangen Impfbescheinigungen, etwa für Gelbfieber in Südamerika oder Teilen Afrikas.
11. Teile deinen Reiseplan mit Familie und Freunden
Es gibt viele Gründe, deinen Verlauf an Familie und Freunde weiterzugeben. Zum einen können sie so deine Reise verfolgen und miterleben.
Im Sicherheitsfall ist es jedoch unerlässlich: Bei Naturkatastrophen oder Anschlägen wollen sie wissen, ob du betroffen bist. Wenn sie nichts von dir hören, können sie Behörden benachrichtigen.
Auch um aktuelle lokale Gefahren oder Vorfälle mitzubekommen, sind sie eine wichtige Informationsquelle.
12. Packe eine Erste-Hilfe-Ausrüstung
Reisen bringen oft neue und ungewohnte Situationen mit sich, und kleinere Verletzungen oder Krankheiten lassen sich besser bewältigen, wenn du vorbereitet bist. Ein einfaches Erste-Hilfe-Set mit Mitteln gegen Verdauungsbeschwerden, Schnittwunden, Verstauchungen oder Insektenstiche kann viel helfen.
Es nimmt wenig Platz im Gepäck ein und erweist sich langfristig als sehr nützlich.
13. Nutze ein VPN
Das Internet unterwegs zu nutzen gehört heute zum Standard, birgt aber auch Risiken. Du wechselst ständig unterschiedliche WLAN-Netze, die oft unsicher sind.
Öffentliche WLANs ohne Verschlüsselung sind gefährlich, da Hacker oder technisch versierte Nutzer deine Daten einsehen können. Für soziale Netzwerke mag das harmlos sein, doch beim Online-Banking oder sensiblen Konten kann das zu Problemen führen.
Eine einfache Lösung ist eine VPN (Virtuelles Privates Netzwerk). Sie sorgt für eine sichere, verschlüsselte Verbindung, damit deine Daten geschützt bleiben. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige VPN-Anbieter – wähle den passenden für deine Bedürfnisse.
14. Checke die Webseite deines Außenministeriums
Reiseplanung umfasst nicht nur Routen und Transport, sondern auch Sicherheitsinfos. Oft listen offizielle Reisehinweise gefährliche Regionen im Reiseland auf – denn Probleme sind meist nicht landesweit.
Dabei gilt: Die Warnungen werden eher bei Problemen aktualisiert als bei Verbesserungen. Sie sind oft sehr vorsichtig formuliert und zeigen mögliche Gefahren, ohne ihre Wahrscheinlichkeit einzuschätzen.
Deshalb ist ein gesundes Urteilsvermögen beim Lesen dieser Hinweise wichtig.
15. Teile nicht zu viel mit Fremden
Eine der schönsten Seiten des Reisens ist das Kennenlernen neuer Menschen. Dennoch solltest du nicht von Anfang an zu viele persönliche Details preisgeben. Je nach Situation und persönlichem Gefühl ist es besser, vorsichtig zu sein.
Ein gutes Warnsignal ist, wenn jemand dich früh nach privaten Infos fragt. Standardfragen wie Name oder Herkunft sind normal, aber wenn jemand früh nach deiner Unterkunft oder Social-Media-Konten fragt, ist Vorsicht geboten.
Eine Strategie ist, mit „weißen“ Notlügen höflich auszuweichen, etwa indem du den Hotelnamen vergessen vorgibst oder nur den Stadtteil nennst. Auch der Hinweis, sich erst später zu treffen, hilft aus unangenehmen Gesprächen heraus.
16. Achte auf deine Gesundheit
Neben der Sicherheit solltest du auf Reisen auch deine Gesundheit im Blick behalten. In fremden Ländern können Nahrungsmittel und Wasser Krankheitsrisiken bergen – und das letzte, was du willst, ist krank zu werden.
Als Startpunkt informiere dich online, ob Leitungswasser sicher trinkbar ist, auch zum Zähneputzen. Beim Essen gilt: Vermeide länger stehende Speisen und rohe Gerichte wie Salate, bei denen du nicht weißt, mit welchem Wasser sie gewaschen wurden.
Eine gute Empfehlung ist, in Lokale zu gehen, die viele Einheimische besuchen – dort weiß man meist, was sicher ist.
17. Verstecke Notgroschen
Viele Sicherheitstipps helfen, Verluste wie einen gestohlenen oder verlorenen Geldbeutel zu vermeiden. Doch nichts ist ausgeschlossen beim Reisen.
Deshalb lohnt es sich, etwas Bargeld als Notreserve an verschiedenen sicheren Stellen zu verstecken – zum Beispiel 100–200 Euro in deiner Kleidung und im Zimmer. So kannst du erst einmal über die Runden kommen.
18. Reise leicht
Auch wenn du deine Lieblingskleidung und -accessoires dabei haben möchtest, führt zu viel Gepäck schnell zu Problemen unterwegs. Zu viel zu tragen bedeutet mehr Aufwand beim Packen und Entpacken und erhöht das Risiko, etwas zu verlieren.
Ein schwerer 80-Liter-Rucksack kann dich bremsen und ermüden, was schlechte Entscheidungen begünstigt.
Zu müde oder zu spät anzukommen, ist keine schöne Erfahrung und kann weitere Schwierigkeiten verursachen.
19. Sichere deine Sachen ab
Gute Hotels und Hostels sollen dir ein heimisches Gefühl geben. Das Problem: Anders als zu Hause weißt du hier nicht, wer Zugang zu deinen Sachen hat, wenn du nicht da bist.
Wertsachen in offenen Räumen oder Schlafsälen zurückzulassen, lädt Diebe ein. Sie stehlen oft, wenn Gelegenheiten leicht sind – gib ihnen diese Chance nicht.
Nutze Hotelsafes. Ein Kofferschloss hält entschieden keinen hartnäckigen Dieb ab, senkt aber die Versuchung. In Hostels solltest du vor der Buchung prüfen, ob abschließbare Schließfächer vorhanden sind.
Auf Bus-, Flug- oder Zugreisen sperre dein Gepäck mit einem Vorhängeschloss, denn du kannst es sonst nicht bewachen. Das gilt besonders in Nachtzügen.
20. Benutze Geldautomaten in Banken
Wahrscheinlich musst du unterwegs Bargeld abheben, was meist an Geldautomaten geschieht. Genau wie zu Hause kann auch im Ausland manipulierte Automatenbetrug vorkommen.
Das Problem: Kreditkartenprobleme lassen sich zu Hause leichter lösen als im Ausland. Deshalb ist es sicherer, Geldautomaten in Banken zu nutzen, die ihre Geräte besser überwachen.
So vermeidest du auch hohe Gebühren und schlechte Wechselkurse, die manche Automatenanbieter wie Euronet verlangen.
21. Nimm eine Attrappe-Geldbörse mit
Ein Raub- oder Taschendiebstahl ist kein schönes Erlebnis, aber in manchen Reisezielen leider möglich. Eine gute Taktik, um Verluste zu begrenzen, ist eine Attrappen-Geldbörse.
Fülle sie mit etwas Bargeld oder Fremdwährung sowie ungültigen Kreditkarten und Ausweisen. Trage sie hinten in der Tasche und gib sie im Notfall ab.
22. Trage deinen Tagesrucksack vorne
Genau wie Gesäßtaschen sind Dinge im Rucksack auf dem Rücken leichte Ziele für Taschendiebe, vor allem in Menschenmengen.
Die einfache Lösung: Trag den Rucksack vorne, damit du ihn im Blick hast. Alternativ kannst du auch einen diebstahlsicheren Rucksack wählen, der keine Fronttaschen oder sichtbare Reißverschlüsse hat.
23. Sei aufmerksam in deiner Umgebung
Manchmal bist du so vertieft ins Entdecken, dass du die Welt um dich herum vergisst. Genau diese Unachtsamkeit nutzen Taschendiebe und Betrüger aus.
Du musst nicht permanent paranoid sein, aber achte auf Personen, die sich seltsam verhalten oder dir folgen.
Sei auch auf Gruppen aufmerksam, die scheinbar nur herumstehen und warten – besonders an großen Bahnhöfen ist das verdächtig.
24. Trage Helm und Sicherheitsgurt
Es fühlt sich befreiend an, unterwegs zu sein und Regeln von zu Hause loszulassen, aber einige Sicherheitsmaßnahmen solltest du trotzdem einhalten.
Sicherheitsgurt in Auto und Bus anzulegen ist wichtig, auch wenn es vor Ort unüblich ist. Dasselbe gilt fürs Tragen eines Helms auf dem Motorrad, auch wenn Locals ihn nicht tragen. Bei einem Unfall kann dir diese Vorsicht das Leben retten oder schwere Verletzungen verhindern.
25. Vertraue deinem Bauchgefühl
Der wichtigste Sicherheitstipp ist auch der simpelste: Vertraue deinen Instinkten. Wenn dir etwas komisch, gefährlich oder falsch vorkommt, höre auf dein Gefühl und suche eine Alternative.

