Steigende Ausgaben im digitalen Tourismus in Italien, erreicht 15,5 Milliarden Euro, wobei 23% über mobile Geräte erfolgen.
Der Wert der digitalen Komponente des Tourismus in Italien steigt um +9% (im Einklang mit 2018). 77% der Buchungen werden noch immer über Desktop oder Tablet vorgenommen (+4%), aber das Mobile gewinnt weiterhin an Boden (vor einem Jahr lag es bei 19%).
Die Transportbranche hält noch immer 62% des Marktes, gefolgt von Unterkunftseinrichtungen, die auf 30% steigen, und Reise- und Tour-Paketen mit 8%.
Die Sharing Economy im Bereich der Unterkünfte macht heute ein Drittel des digitalen Umsatzes aus. Die Buchungen erfolgen noch zu großen Teilen direkt bei den Einrichtungen (49% der Fälle), der Marktanteil der OTA (Online Travel Agencies) und verschiedener Aggregatorseiten bleibt stabil bei 35%.
77% der Unterkunftseinrichtungen sammeln verschiedene Arten von Daten, doch nur wenige verfügen über ein CRM-System, um diese effektiv zu verwalten. Auch der nicht-digitale Markt wächst. Das Durchbrechen der künstlichen Intelligenz ersetzt nicht die Notwendigkeit menschlicher Beziehungen: Einer von vier digitalen Touristen (23%) hat eine Reise in einer Agentur gebucht.
Die Entwicklung des digitalen Marktes im Tourismus in Italien schreitet weiter voran: Der Digital Travel zeigt 2019 eine erwartete Wachstumsrate von 9% (wie im Jahr 2018) bei einem Gesamtwert von 15,5 Milliarden Euro an Reiseeinkäufen italienischer Reisender.
Bevorzugt werden noch immer Buchungen über Desktop (+4%, 77% des Gesamten), doch heute erfolgen fast eine von vier Transaktionen (23%) über Mobile (nur Smartphone), was einen Anstieg von 32% im Vergleich zu 2018 bedeutet. Der Bereich Transport bleibt der wichtigste (62%) im digitalen Reisen, gefolgt von Unterkünften (30%) und Paketen sowie Touren (8%).
Bezüglich der Vertriebsinstrumente und -kanäle macht der Direktkanal noch immer 68% der Buchungen aus, hauptsächlich wegen des Gewichts des Transports; der Umsatz aus indirekten Kanälen wächst stärker (+10%) im digitalen Gesamtmarkt, während der Marktanteil der OTA und verschiedener Aggregatorseiten stabil bei 32% bleibt.
Dies sind einige der Erkenntnisse, die bei TTG Travel Experience während der jährlichen Veranstaltung präsentiert wurden, bei der das Observatorium für Digitale Innovation im Tourismus der School of Management der Polytechnischen Universität Mailand die ersten Ergebnisse der sechsten Ausgabe der Forschung vorstellt, mit dem Ziel, den Wert der Digitalbranche im Tourismus sowie die Innovationstrends im Angebot touristischer Dienstleistungen zu umranden.
„Der Markt wächst auch dank der ‚traditionellen‘ Akteure: Besonders das im Observatorium befragte Beispiel der Tour Operator, das 70% des Marktes abdeckt, verzeichnete eine durchschnittliche Steigerung von 7%,“ sagt Filippo Renga, Leiter des Observatoriums für Digitale Innovation im Tourismus der Polytechnischen Universität Mailand. „Der Sektor fordert jedoch zunehmend personalisierte Angebote, die das Angebot zu innovieren versuchen, sowohl durch künstliche Intelligenz als auch durch menschliche Unterstützung. Einerseits kommen Lösungen wie Chatbots, virtuelle Assistenten oder Systeme, die automatisch personalisierte Vorschläge auf Basis gesammelter Informationen bieten, zum Einsatz. Andererseits bestätigen Daten, dass die Rolle der menschlichen Erfahrung noch immer entscheidend ist: 23% der digitalen Touristen buchen ihre Reisen in einer Agentur.“
Zusammenfassung
Der digitale Tourist und die Beziehung zur Agentur
Im Jahr 2019 haben 23% der Touristen eine Reise in einer Agentur gebucht. Zu den Hauptmotivationen zählen die Sicherheit, alle korrekten Informationen zu finden (32%), die Verwaltung des gesamten Reisepakets – inklusive Versicherung – (29%), die Erfahrung des Agents oder Beraters (26%) und die Unterstützung bei der Planung (25%).
Digitales Reisen: Unterkünfte stärken den Direktkanal
Wenn wir die Anzahl der Buchungen, die 2019 in Einrichtungen abgeschlossen wurden, mit 100 setzen, werden im Durchschnitt 49 dieser Buchungen direkt vom Endkunden vorgenommen (21 per E-Mail, 18 telefonisch oder am Schalter, 10 über Website, App oder soziale Netzwerke).
Der Anteil direkter Buchungen steigt im Hotelwesen auf 52%, während der digitale Zwischenhandel bei nicht-traditionellen Einrichtungen (wie B&B, Agriturismi, Apartments, Camping…) über dem Durchschnitt (38%) liegt. Getrieben wird dies durch die sogenannte Sharing Economy (und grundsätzlich alle Peer-to-Peer-Plattformen, die zur Erleichterung von Privatvermietung und -gemeinschaften entstanden sind), die heute ein Drittel des Marktanteils im digitalen Unterkunftsmarkt ausmacht.
„Wir wollten genauer untersuchen, wie das Digitale die Akteure der Branche unterstützt. Wir wissen zum Beispiel, dass 77% der Einrichtungen Daten sammeln, doch nur wenige verfügen über ein CRM-System zur effektiven Verwaltung. Es besteht außerdem eine starke Ungleichheit hinsichtlich des Zeitpunkts der Kundenkontaktaufnahme: 56% der Einrichtungen nutzen ihre eigenen Daten für eine Kontaktaufnahme vor der Ankunft, doch nur wenige bieten zusätzliche Dienste (32%) vor oder während des Aufenthalts oder für Feedback nach der Reise (21%).“ erklärt Eleonora Lorenzini, Direktor des Observatoriums für Digitale Innovation im Tourismus. „Es entstehen Innovationen, die darauf abzielen, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen, wie z.B. virtuelle Schlüssel oder Mobile-Check-in, doch die Chancen sind noch alle zu ergreifen.“
Digitales Reisen: Trends im Transportwesen
Der Transport bleibt die bedeutendste Komponente im eCommerce des Reisens und ein Bereich bedeutender digitaler Innovationen. Neben der Verbesserung innovativer Dienste wie Sharing und Pooling, die den Markt sowohl auf Nachfrageseite als auch auf Angebotsseite revolutionieren, hat die Digitalisierung auch die Art und Weise verändert, wie die Dienstleistungen bereitgestellt werden. Ein aktueller Trend ist die Multimodalität, also die Nutzung mehrerer Verkehrsmittel für eine Strecke (19% der Freizeit- und 40% der Geschäftsreisenden in Italien haben auf ihrem letzten Trip mehr als ein Verkehrsmittel genutzt). Daher entwickeln sich Services, die als Aggregatoren verschiedener Lösungen fungieren. Die verbreitetsten (22 in Italien) sind Aggregatoren, die verschiedene Reiseoptionen vergleichbar machen, aber nur 5 von ihnen sind wirklich multimodal (also die Reiseplanung mit verschiedenen Transportmitteln ermöglichen).
Digitales Reisen: Buch von Anna Bruno
Das Thema Digitales Reisen wurde von Anna Bruno in ihrem neuen Buch behandelt. „Digital Travel“ ist ein Handbuch für Akteure im Tourismussektor. Das erste Buch mit diesem Titel in Italien soll die Fachleute Schritt für Schritt durch die komplexe, aber faszinierende Welt des Digitalen führen.“
Pubblicato in Digitale Reisen
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