Im Jahr 1884 wurde auf Initiative des Priesters Andrea Bianchi mit der Zusammenarbeit von Pater Francesco Denza (dem Gründer der Italienischen Meteorologischen Gesellschaft und des Nationalen Meteorologischen Netzwerks) das Meteo-Seismologische Observatorium hinzugefügt. Die aktuelle Benennung erinnert an zwei Priester, die lange Zeit ihren Unterricht gaben und wissenschaftliche Messungen im Observatorium durchführten. Die Bedeutung des Observatoriums überstieg bei weitem die des Physikkabinetts, das sonst bald vom Observatorium selbst übernommen wurde. Dieses war nämlich schon seit seiner Gründung eines der modernsten und am besten ausgestatteten in Italien, so dass es bald eingeladen wurde, Teil des gerade erst gegründeten Italienischen Meteorologischen Netzwerks zu werden. Mit der Entstehung der Luftfahrt hat das Observatorium in Chiavari seine unverzichtbare Funktion als Station zur Überwachung der Atmosphäre zur Flugunterstützung erfüllt und seine wichtige und sensible Aufgabe bis zu dem Tag ausgeführt, an dem die Italienische Luftwaffe anlässlich des Baus des ersten Flughafens in Genua eine eigene Wetterstation einrichtete. Das Observatorium in Chiavari lieferte zudem stets Wetterdaten an Radio, Fernsehen und lokale Zeitungen, an das Ministerium für öffentliche Arbeiten, das Ministerium für Landwirtschaft und Forsten sowie an das hydrografische Amt des Zivilsenats von Genua. Das Museum gliedert sich in drei Sektionen: Physikkabinett mit etwa 300 Geräten aus der Zeit vom späten 18. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Seismologie mit drei funktionstüchtigen seismologischen Geräten aus der damaligen Zeit. Klassische (mit antiken Messgeräten) und moderne Meteorologie mit interaktivem Schaukasten und Labor, das ein Wetterbüro simuliert, verbunden mit einer tatsächlich funktionierenden Datenerfassungsstation.
Informationen zum Wissenschaftlichen Museum “Sanguineti-Leonardini”
Piazza N. Signora Dell’orto, 8 16043 Chiavari (Genua) 0185/365339 info@museodellascienza.it
https://www.museodellascienza.it
Quelle: MIBACT

