Der Mailänder Architekt entwarf die Villa Necchi Campiglio in Mailand bis ins kleinste Detail und in voller gestalterischer Freiheit als luxuriösen Wohnkomplex, der neben der Hauptvilla und dem Garten auch Gebäude für den Pförtner, das Gewächshaus, die Garage, den Pool und den Tennisplatz umfasst.
Was Villa Necchi Campiglio besonders zu einem außergewöhnlichen Kapitel der lombardischen Architekturgeschichte macht, ist die stimmige Harmonie, die die konstruktiven Details des Gebäudes mit den architektonischen Elementen des Gartens und den kleinsten dekorativen Details des Interieurs verbindet: von den Deckenprofielen über das Tor des Tennisplatzes bis hin zu den Heizkörperverkleidungen.
Dieses privilegierte Lebensbild wird vom Haus in der Via Mozart noch immer treu bewahrt – sowohl in der unveränderten architektonischen Struktur als auch in der Geschichte der Einrichtung, Sammlungen und Gebrauchsgegenstände, die außerordentlich gut erhalten sind und unberührt von den Veränderungen durch Generationenwechsel.
Zwei bedeutende Schenkungen bereichern zudem den Besuch: die Sammlung von Kunstwerken des frühen 20. Jahrhunderts von Claudia Gian Ferrari sowie die Sammlung von Gemälden und dekorativer Kunst des 18. Jahrhunderts von Alighiero und Emilietta de’ Micheli. Der Reichtum und die Qualität der im Haus bewahrten Kunstwerke machen die Villa zu einem echten Museum der dekorativen Kunst: man denke an die umfangreiche Gruppe französischer Möbel aus der Zeit Ludwigs XV., an die englischen Silberarbeiten des 19. Jahrhunderts, die Brüsseler Wandteppiche und die zahlreichen Objekte orientalischer Kunst aus Bronze und Porzellan.
Bis heute ist im Haus alles so geblieben, wie es sich seine Bewohner gewünscht und hinterlassen haben: Neben den Architekturen und der Einrichtung spielen die Alltagsgegenstände eine sehr wichtige Rolle, da sie das häusliche Ambiente des Hauses auch nach fast siebzig Jahren intakt bewahren.

