Sermoneta bewahrt noch immer sein mittelalterliches Aussehen, geprägt durch die typischen “Turmhäuser” innerhalb des Dorfes, die Kirche Santa Maria Assunta und San Pietro in Corte, die Stadtmauer, die im Frühmittelalter zum Schutz vor barbarischen Invasionen errichtet wurde, und das Caetani-Schloss, das im 13. Jahrhundert von der adligen Familie erbaut wurde, die die Herrschaft bis in die Neuzeit innehatte. Das Schloss gehört heute der Stiftung Roffredo Caetani und ist Veranstaltungsort für kulturelle Treffen und Aufenthalte von Künstlern und Wissenschaftlern sowie für Events wie das Internationale klassische und Kammermusikfestival Pontino.
Die Schlossställe dienten als Kulisse für einige Szenen des Films „Non ci resta che piangere“ mit Massimo Troisi und Roberto Benigni.
Die Stiftung wurde von Lelia Caetani gegründet, der letzten Nachfahrin der Familie, die 1977 verstarb.
Die künstlerische Sensibilität der Familie Caetani erstreckte sich jedoch auch auf die Umgebung von Sermoneta.
Das Schloss der antiken Stadt Ninfa, bereits seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der Familie, wurde in den 1920er Jahren restauriert und der Garten mit Exemplaren von Flora und Fauna aus aller Welt (wie dem japanischen Ahorn, kanadischer Tanne, Bambus) nach dem Vorbild eines englischen Gartens gestaltet, in dem sich die Ruinen der alten Stadt harmonisch mit der Vegetation und dem malerischen See verbinden. Die Gärten von Ninfa wurden deshalb als Naturdenkmal der Italienischen Republik anerkannt. Im Lauf des 20. Jahrhunderts beherbergte Ninfa Persönlichkeiten wie Gabriele D’Annunzio und Boris Pasternak.
Sermoneta: Dorf, Schloss und Gärten von Ninfa
Auf einem Hügel, 257 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, überblickt Sermoneta die pontinische Ebene vor der Kulisse der von den Monti Lepini geprägten Landschaft. Die antike lateinische Stadt Sulmo wurde nach der Eroberung durch die Römer in Sora Moneta umbenannt, die ihren Sieg der Göttin Juno Moneta weihten.
Keine Kommentare

