Die Räumlichkeiten in der Via S. Domenico am Rathausplatz in Modica sind von großen Seiten und dick aufgeschlagenen Büchern, die vertikal angeordnet sind, übersät; die Umrisse der Bücher und einzelnen Blätter, deren Höhe die eines Mannes übersteigt, erscheinen im Halbdunkel, man erkennt kaum die Konturen und die weißen, leeren Seiten.
Der Besucher, der diese Räume durchschreitet, wird von Zimmer zu Zimmer, von Buch zu Buch, von der Stimme des Dichters und der Schrift geleitet, die vom Weiß des Papiers auftaucht und wieder verschwindet; tatsächlich ertönt abwechselnd aus jedem einzelnen Buch die Stimme von Quasimodo, der den Inhalt vorliest, während sich die Seiten im Rhythmus der Lesung von hinten beleuchten und die gedruckte Poesie sichtbar machen.
Wenn man den Blick schweifen lässt und sich physisch von einem Buch zum anderen, von einer Seite zur nächsten und von einem Raum zum anderen bewegt, führt und umhüllt uns die Poesie.
Zwischen den Büchern wird auch das Gesicht des Dichters sichtbar, das fast unmerklich, verflüchtigt, in einer Abfolge von Fotografien erscheint, die durch sehr langsame Bewegungen animiert werden: Die Augen des Dichters blicken uns an, die verschiedenen Ausdrücke und Posen laden zum Betrachten ein, um der Stimme und der Schrift ein Gesicht zu geben.
Informationen zum Poesiezimmer
Via Grimaldi, 85
97015 Modica (Ragusa)
0932753864
info@etnosmodica.it
https://www.etnosmodica.it
Quelle: MIBACT

