Das Museum von Egnazia
Benannt nach Giuseppe Andreassi, Direktor des Museums und des archäologischen Geländes von 1976 bis 1985 sowie Archäologischer Superintendent von Apulien von 1990 bis 2009, befindet sich das Museum außerhalb der Stadtmauern des antiken Gnathia, im Gebiet der messapischen Nekropole.
Die kürzlich erneuerte Ausstellung erzählt die dreitausendjährige Geschichte dieser wichtigen Siedlung von der Bronzezeit über die messapische und römische Stadt bis hin zur spätantiken Bischofssitz, durch die außergewöhnliche Vielzahl der ausgestellten Fundstücke und die besonders eindrucksvolle erläuternde Ausstattung.
Der Archäologische Park von Egnazia
Der Archäologische Park von Egnazia, eingebettet in eine reizvolle natürliche Umgebung, zählt zu den interessantesten in Apulien.
Die Stadt, im antiken Griechenland und Rom bekannt und von griechischen und lateinischen Autoren erwähnt, war aufgrund ihrer privilegierten geografischen Lage ein strategischer Handelshafen auf der Verbindung zwischen Westen und Osten.
Die erste Siedlung, ein Dorf aus Hütten, entstand im 16. Jahrhundert v. Chr. und bestand bis in die Eisenzeit, als ganz Apulien von den Japigern bewohnt wurde. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. entwickelte sich Egnazia zu einer messapischen Siedlung im heutigen Gebiet der Provinzen Brindisi und Lecce. Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr., mit der Ankunft der Römer im Gebiet, wandelte sich die Stadt und wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. zu einem Munizipium. Sie gewann große Bedeutung durch den Hafen und die Via Traiana, eine bequeme Variante der Via Appia auf der Route von Rom nach Brindisi. Ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. wurde der Unterstadtteil schrittweise aufgegeben und die Siedlung setzte sich auf der Akropolis bis ins 13. Jahrhundert innerhalb eines ausgedehnten befestigten Bereichs fort.
Aus der messapischen Phase von Egnazia sind die mächtigen Verteidigungsmauern und die Nekropolen mit Gruben-, Halbkammer- und monumentalen Kammergräbern erhalten.
Von der römischen Stadt sind die Reste der Via Traiana, der Zivilbasilika mit dem Saal der Drei Grazien, des Schreins der orientalischen Gottheiten, des gepflasterten Forums, des Kryptportikus und der Thermen zu bewundern. Zu den christlichen Kultbauten, die zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert n. Chr. entstanden sind, gehören die Bischofsbasilika mit Taufbecken und die Südliche Basilika, ursprünglich mit Mosaiken ausgelegt.
Informationen zum Nationalmuseum und Archäologischen Park von Egnazia „Giuseppe Andreassi“
Via degli scavi
72010 Fasano (Brindisi)
0804829056
museoarch.egnazia@beniculturali.it
https://www.archeopuglia.beniculturali.it
Quelle: MIBACT

