Museum P.C. Bosio Filigrana der Vier Kontinente, Campo Ligure ⋆ FullTravel.it

Museum P.C. Bosio Filigrana der Vier Kontinente, Campo Ligure

Museo P.C. Bosio Filigrana di Quattro Continenti Campo Ligure
Redazione FullTravel
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Der Ausgangspunkt dieser außergewöhnlichen Sammlung hat seinen “historischen” Ursprung in einer Auktion, die bereits 1960 in London stattfand, bei der auch Comm. Pietro Carlo Bosio anwesend war. Als einige Filigranobjekte versteigert wurden, zögerte er nicht, diese zu ersteigern. Seitdem hat er durch häufige Auslandsreisen die Sammlung stetig erweitert und bereichert, bis sie den heutigen Umfang erreichte und weiterhin kontinuierlich wächst. Nach einer sorgfältigen Restaurierung durch den Architekten Luigi Fontana erstreckt sich das Museum heute über vier Etagen und ist in mehrere Ausstellungsräume unterteilt. Es ist möglich, einem Ausstellungsweg zu folgen, der sich an der Herkunft der ausgestellten Werke orientiert.
So bewundert man die beachtliche Anzahl von Stücken aus Westeuropa, darunter solche aus Italien, inklusive des außergewöhnlichen Vogelkäfigs, dem größten Objekt des Museums, und setzt den Rundgang mit Kostbarkeiten aus Spanien, Portugal, Frankreich, England, Schweden und Mitteleuropa fort. Von hier aus geht es in ein ganz eigenes Universum: die Kunst der russischen Uhrmacher mit ihren Emailarbeiten und Ikonen, die die Funktion der Filigranarbeit selbst verändern. Beeindruckend ist im asiatischen Bereich die China-Abteilung mit Objekten, die uns in diese alte Welt eintauchen lassen, vom Glücksanhänger bis zum Tempel. Dann folgt Indien, aber auch Lateinamerika (besonders Peru) und Afrika mit Objekten aus Äthiopien und Ägypten. Schließlich sind die Bereiche des Kunsthandwerks aus Campo sowie die Maschinen zur Erklärung der Verarbeitungstechniken zu sehen. Die im Museum ausgestellten Objekte sind nach geografischer Herkunft gruppiert; so lassen sich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arbeitstechniken erkennen. Dem italienischen Filigran wird viel Raum gewidmet, dabei spielen die Städte Venedig, Genua, Cortina d’Ampezzo und Florenz eine führende Rolle. Charakteristisch für die chinesische Filigranarbeit ist beispielsweise die Verwendung eines runden Silberfadens, so dünn wie ein menschliches Haar, sowie der Einsatz von Materialien wie Elfenbein, Schildkröte oder Walnussschalen als Träger der Filigranarbeit. Das russische und nepalesische Filigran zeichnet sich hingegen durch den intensiven Gebrauch von Emailfarben aus, wobei die Farben besonders hervorstechen.
Die indische Filigranarbeit erkennt man an der Vielfalt der Objekte, die mit den lokalen Gebräuchen verbunden sind.

Informationen zum Museum P.C. Bosio Filigrana der Vier Kontinente

Via della Giustizia, 1
16013 Campo Ligure (Genua)
010 920099
ffcampo@libero.it
https://www.museofiligrana.org
Quelle: MIBACT

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