Eröffnet im Jahr 1929 im Saal oberhalb der Kathedralenvorhalle, blieb das Museum bis zum Jahr 2000 am historischen Standort, bevor es in das angrenzende ehemalige Kirchen- und Klostergebäude San Romano verlegt wurde. Hier werden Schätze wie die alten Orgelvorsätze bewahrt, die die Verkündigung und den Heiligen Georg, der den Drachen tötet (1469), von Cosmè Tura, dem Anführer der ferraresischen Malerschule, darstellen. Unter den Skulpturen sind besonders die zwölf marmorne Formellen aus dem 13. Jahrhundert hervorzuheben, die von der Porta dei Mesi stammen, einem seit dem 18. Jahrhundert zerstörten Seiteneingang zur Kathedrale. Von derselben Tür stammt das prachtvolle Kapitell mit den Geschichten des Heiligen Johannes des Täufers. Im Chor bewundert man die Madonna mit der Granatapfelfrucht (1406) von Jacopo della Quercia. Im Zentrum sind acht prachtvolle Wandteppiche ausgestellt, die das Leben und das Martyrium der Heiligen Georg und Maurelio, den beiden Schutzpatronen Ferraras, zeigen. Sie wurden zwischen 1551 und 1553 in den herzoglichen Werkstätten der Este gefertigt, geleitet vom Flamen Johannes Karcher, basierend auf Entwürfen von Garofalo und Camillo Filippi. Eine umfangreiche Sammlung von miniaturisierten Antiphonarien, Reliquienbehältern, Gemälden und weiteren Kunstwerken komplettiert den Museumsrundgang.
Informationen zum Museum der Kathedrale von Ferrara
Via S. Romano,
44121 Ferrara (Ferrara)
0532761299
arteantica@comune.fe.it
Quelle: MIBACT

