Das Museo Canova Tadolini in Rom wurde im Oktober 2003 nach über 35 Jahren Schließung wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Dank einer sorgfältigen Restaurierung, die die Materialien und die Strukturen des 19. Jahrhunderts respektiert, wurde die ursprüngliche Atmosphäre des Kunststudios bewahrt, in dem absichtlich Gipsabgüsse verschiedener Motive in unterschiedlichster Größe und Typologie ohne genaue Anordnung dicht gedrängt sind.
Hier arbeitete Antonio Canova, der die Werkstatt seinem Schüler und geistigen Erben Adamo Tadolini überließ, dem Stammvater der Bildhauerfamilie, die sie bis in die 1960er Jahre nutzte.
Die Räume im Erdgeschoss beherbergen eine umfangreiche Sammlung von Gipsabgüssen von Canova, Thorvaldsen und vor allem von den Tadolinis Adamo, Scipione, Giulio und Enrico sowie den Raum mit den Arbeitsgeräten und den Steintrogbecken zur Gipsherstellung; über die engen und steilen Holztreppen gelangt man zu den oberen Etagen und zum Anatomiesaal, in dem sich die anatomischen Übungen der Bildhauer in Gips befinden.

