Motorradfahren bedeutet, weniger befahrene Strecken zu erkunden, Menschen kennenzulernen, Unabhängigkeit zu spüren und ein Land voll auszukosten.
Doch die Planung eines Motorradurlaubs ist vor allem für Einsteiger nicht ganz einfach. Alles muss gut durchdacht und zugleich kreativ organisiert sein – von der Route über Pausen bis zum Gepäck. Deshalb geben wir hier Tipps, wie man sich für eine Tour auf zwei Rädern vorbereitet, welche Motorkleidung empfehlenswert ist und welche Reiseziele sich für unvergessliche Motorradurlaube eignen.
So planen Sie Ihren Motorradurlaub
Keine Motorradreise ist wie die andere, denn sie hängt stark von der Persönlichkeit der Mitfahrer ab. Einige bevorzugen GPS, andere eine Straßenkarte, auf der die gewünschten Ziele bereits markiert sind. Manche starten alleine, andere zu zweit. Einige übernachten in Hotels, die im Sommer unbedingt im Voraus gebucht werden sollten, wenn man die Etappen plant. Andere schlafen im Zelt und erleben so einen komplett freien Roadtrip. Dabei ist es wichtig, eine bequeme Zeltausstattung zu wählen. Nach einem langen Tag im Sattel braucht man guten Schlaf, und falls man fernab von Ortschaften unterwegs ist, empfiehlt sich ein kleiner Gaskocher.
Auf längeren Motorradreisen sollte ein Reparaturset nicht fehlen, mit Ersatzkerzen, Schlauch und Reifenpannenspray. Natürlich darf eine Kamera oder ein Smartphone mit guter Kamera sowie eine Powerbank zum Aufladen unterwegs nicht fehlen. Vor der Abfahrt ist es außerdem wichtig, die persönlichen Dokumente und Fahrzeugpapiere zu überprüfen.
Motorradtourismus: Ziele und Routen
Italien ist eines der Länder, das sich hervorragend für Motorradtourismus eignet. Von Norden bis Süden gibt es zahlreiche lohnenswerte Orte. Neben dem Comer-, Lago Maggiore- und Gardasee stehen herrliche Touren in den Langhe in Piemont auf dem Programm, bis hin zu den Cinque Terre. Die Toskana und die Amalfiküste sind Naturparadiese, während Kulturfans 2019 Matera, die Europäische Kulturhauptstadt, als Top-Ziel bevorzugen.
Auch die Balkanländer Albanien und Montenegro begeistern mit unverfälschtem Charme. Frankreich, Österreich, Griechenland und Irland bieten stets reizvolle Strecken.

Motorkleidung für Reisen
Eine der wichtigsten Fragen ist, was man für einen Motorradurlaub einpacken sollte. Motorradkoffer sind keine großen Trolleys und sollten leicht bleiben, um das Fahren zu erleichtern. Deshalb sollte man neben einem kleinen Kulturbeutel nur das Nötigste mitnehmen und dabei Komfort und Sicherheit beachten.
Die Kleidung für das Motorradfahren richtet sich nach der Jahreszeit und dem persönlichen Kälte- bzw. Wärmeempfinden. Unverzichtbar sind beispielsweise ein Regenanzug, der bei schlechtem Wetter schützt, und eine Thermo-Unterwäsche, die sowohl gegen Kälte als auch gegen Wärme schützt, am besten aus Wolle.
Für einen Wochenendtrip reicht ein Wechseloutfit, während bei einem längeren Motorradurlaub leichte, gut kombinierbare und waschbare Kleidungsstücke empfehlenswert sind. Auch eine Motorradjacke und eine Ersatzhose sollten zur Ausstattung gehören.
Selbst im Sommer sollte man auf dem Motorrad gut geschützt unterwegs sein. T-Shirts und Flip-Flops sind tabu. Stattdessen empfiehlt sich eine Motorkleidung mit Jacke (idealerweise mit Belüftung für den Sommer), Halstuch, Hose, Stiefeln, Windhandschuhen und natürlich einem Helm, der in manchen Ländern zwar nicht vorgeschrieben, aus Sicherheitsgründen aber unerlässlich ist.

