Im Herzen der Basilikata erstreckt sich ein zwölf Hektar großer Wald, der sich jeden Sommer mit Eindrücken und alter Geschichte füllt.
Es ist der Parco della Grancia, allgemein auch Parco dei Briganti genannt, denn in einem natürlichen Amphitheater werden an jedem Sommerwochenende die Taten des lucanischen Volkes zur Zeit der Einigung Italiens lebendig, in einer inzwischen im ganzen Süden und großen Teilen der Halbinsel berühmten Aufführung.
„La storia bandita“, so der Titel der Veranstaltung, bei der über 400 freiwillige Darsteller mitwirken, erzählt die Schicksale, die Aufstände, den Durst nach Wiedergutmachung eines unterdrückten, misshandelten, getäuschten und enttäuschten Volkes, das im Risorgimento-Zeitalter vom Aufteilen von Territorien, Macht und Besitz ohne Rücksicht auf die bereits sehr arme Bevölkerung betroffen war.
Der charismatische und historisch umstrittene Sprecher dieser lucanischen Gegenbewegung ist Carmine Crocco, der als General der Briganten in die Geschichte einging.
So stellt das Filmspektakel die menschlichen, familiären und sozialen Geschichten der Briganten dar, um eine andere Sichtweise auf das zu zeigen, was die Geschichte als kriminelles Phänomen definiert hat.
Mit den Erzählstimmen von Michele Placido, Lina Sastri, Paolo Ferrari und Orso Maria Guerrini; der meisterhaft gestalteten und vorgetragenen Filmmusik von Antonello Venditti, Lucio Dalla, Luciano Di Giandomenico, Eddy Napoli, Eldo Papiri, Davide Petrosino, Joel Fajermann und weiteren jungen Komponisten; der technischen und künstlerischen Leitung von Jean-François Touillaud und der Regie von Victor Rambaldi, erwartet die Storia Bandita die Besucher, die in einer bezaubernden, grünen und entsprechend ausgestatteten Kulisse von Soldaten und Briganten empfangen werden.
Der Termin ist daher jeden Samstag und Sonntag von August bis September.

