Das Fürstentum Monaco ist in die moderne Ära eingetreten, stolz auf seinen Wirtschafts-, Finanz- und Bauboom, der jedoch die ursprünglichen Charakterzüge für immer verändert und es zu einem babelischen Betonstrom gemacht hat.
Anstelle der Klippen und der mediterranen Macchie stehen heute Wolkenkratzer der Fifth Avenue, die dicht an dicht und immer höher und imposanter errichtet wurden, sodass bereits Mitte der 1970er Jahre eine der ersten, die sich über die Unmöglichkeit beklagte, nach 15 Uhr am Strand Sonne zu tanken, gerade die Prinzessin Grace war. Eine Urbanisierung, die nicht einmal vor dem Meer Halt machte und ihm mit großen Plattformen Raum raubte, auf denen die Komplexe von Fontvieille und Larvotto entstanden.
Heute gibt es nicht mehr als 5000 echte Monegassen, während die Einwohner etwa das Fünffache betragen. Alle eint das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt und ein extrem hoher Lebenshaltungskosten.
Das Vermögen des heutigen Fürstentums Monaco, seit 1419 im Besitz der Familie Grimaldi, begann 1856 mit der Gründung der Société des Bains de Mer et de Cercle des Etranges (an der die Familie bis heute Mehrheitsaktionär ist), die die meisten Strände besitzt und Hotels wie das Hermitage und das Monte Carlo Beach, das Casino und zahlreiche Nachtlokale betreibt. Eine nicht unbedeutende Rolle bei der Förderung von Handel und Tourismus.
1865 gelang ein weiterer bedeutender Coup: die Abschaffung der Zollgrenzen mit Einverständnis Frankreichs. Kurz darauf wurde das Casino eröffnet, das bis vor einigen Jahrzehnten eine der wichtigsten Einnahmequellen darstellte und mit dessen Erlösen der Bau der Kathedrale und des Ozeanographischen Museums finanziert wurde. 1869 war die Staatskasse so prall gefüllt, dass den Einwohnern die Befreiung von Grund-, Personen- und Vermögenssteuern gewährt wurde und das Fürstentum als Steuerparadies galt.
Das 20. Jahrhundert war geprägt von intensiver Industrialisierung mit Schwerpunkt auf Handel, Bauwesen, Dienstleistungssektor und Tourismus, einschließlich Kongresstourismus.
Wo man in Monaco essen kann
Die Raffinesse des Ambientes verlangt zwingend Sakko und Krawatte. Ein bei Monegassen sehr beliebter Ort ist Rampoldi in der Avenue des Spélugues nahe dem Casino, mit kreativ französisch inspirierter Küche; wer den Brasseriestil bevorzugt, hat die Qual der Wahl: vom trendigen Beef Bar, der Nr. 42 von Jean-Charles Rey, bis zum zeitlosen Orange Verte in der Avenue Princesse Grace 40 oder Le Neptune Plage am Strand von Larvotto.

Fakten über das Fürstentum Monaco
- Land: Fürstentum Monaco
- Fläche: 1,95 km²
- Hauptstadt: Monaco
- Bevölkerung: 36.000 Einwohner
- Sprache: Französisch
- Religion: Mehrheitlich katholisch
- Staatsform: konstitutionelle Monarchie
Informationen zum Fürstentum Monaco
- Währung: Euro
- Internationale Vorwahl: +377
- Kfz-Kennzeichen: MC
- Fahrspur: rechts
- Einreisepapiere: Personalausweis oder Reisepass
- Benötigte Impfungen: Nein
- Elektrische Spannung: 220 Volt Wechselstrom 50 Hz
- Maßeinheit: metrisches Dezimalsystem
- Zeitzone: wie in Italien
- Feste an festen Terminen: 1. Januar: Neujahr; 26. Januar: Heilige Verehrung; März-April: Ostermontag; 1. Mai: Tag der Arbeit; Mai: Christi Himmelfahrt; 31. Mai: Geburtstag Fürst Albert; Juni: Pfingstmontag; Juni: Fronleichnam; 15. August: Mariä Himmelfahrt; 1. November: Allerheiligen; 19. November: Geburtstag Fürst Rainier; 8. Dezember: Mariä Empfängnis; 24. Dezember: Heiligabend; 25. Dezember: Weihnachten; 31. Dezember: Silvester
- Klima: gemäßigtes Mittelmeerklima mit milden Wintern und heißen, aber trockenen Sommern
- Durchschnittstemperaturen: die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei etwa 16 °C
- Verkehrsmittel: Der internationale Flughafen Nizza-Côte d’Azur, 22 Kilometer von Monaco entfernt, verbindet das Fürstentum mit den großen Städten der Welt. Mit dem Zug: Alle internationalen Züge halten im Bahnhof Monte Carlo: der Ligure, der Marseille und Mailand verbindet, der “blaue Zug”, der Paris und Ventimiglia verbindet, der TGV (Hochgeschwindigkeitszug) zwischen Nizza und Paris – sie alle bieten Anschlüsse nach Monaco.
- Flughäfen: internationaler Flughafen Nizza-Côte d’Azur, Entfernung 22 km

