Im Einklang mit den Leitlinien der italienischen Bischofskonferenz zur sakralen Kunst und zum Kulturerbe wurde das Diözesanmuseum Ariano Irpino-Lacedonia gegründet, um dem Risiko der Zerstreuung und des Verfalls des kirchlichen historischen und künstlerischen Erbes entgegenzuwirken. Es entstand somit als Sammlung und Bewahrungsort für gemalte und bildhauerische Kunstwerke des kulturellen und religiösen diözesanen Erbes, die von ihren ursprünglichen Standorten entfernt wurden, welche infolge der Erdbeben von 1962 und 1980 zerstört wurden; neben dem Schutz des diözesanen Territoriums verfolgt das Museum das Ziel, das Wissen um das kulturelle und religiöse diözesane Erbe zu fördern und zu verbreiten; es stellt einen wichtigen Anlaufpunkt für kulturelle Initiativen dar. Das für die Ausstellung bestimmte Erbe besteht aus Leinwandgemälden, Skulpturen, Inschriften, Antependien, Tabernakeln, zahlreichen liturgischen Gewändern, alles Werke aus den Jahrhunderten vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Der Besuchspfad des Diözesanmuseums in der Kirche der Verkündigung, verteilt auf zwei Ebenen, bietet einen linearen und für die Öffentlichkeit leicht erkennbaren Rundgang. Im großen Kirchenraum deuten die Farben und Stickereien der vollständigen Gewänder der Bischöfe von Ariano auf einen katechetischen Weg hin. Entlang des Flurs wird die Bischofspastoral in den Symbolen und Mottos ihrer Wappen ausgedrückt. Im ersten Stock des Hauses illustriert die Textilkunst der liturgischen Gewänder die Religiosität einer Gemeinschaft. Im Eingangsbereich und entlang der Treppen erinnern Inschriften und Familienwappen an Momente der Geschichte der Diözese; die marmorne Skulptur im liturgischen Dienst ist durch Antependien und Tabernakel vertreten, schließlich illustrieren im oberen Stock Leinwandgemälde und gedruckte sakrale Bilder die in der Diözese praktizierten Kulturen.
Informationen zum Diözesanmuseum Ariano Irpino und Lacedonia
Via Annunziata snc,
83031 Ariano Irpino (Avellino)
0823651222
beniecclesiasticiariano@tin.it
Quelle: MIBACT

