Im April öffnet sich der Vorhang für das bezaubernde Schauspiel der Gärten von Schloss Trauttmansdorff: Die Frühlingsblüte ist in vollem Gange. Ganze 250.000 Blumenzwiebeln beginnen, ihre Schönheit den Besuchern zu zeigen. Der Park, der 2005 zum schönsten Park Italiens gekürt wurde, verzaubert mit betörenden Düften und leuchtenden Farben. Im April öffnen Pfingstrosen, Rhododendren, Narzissen und Tulpen ihre Knospen. In den darauffolgenden Monaten gesellen sich neue Blüten hinzu: Japanische Kirschen, Azaleen, Zierlauch, Zistrosen und Fingerhut im Mai, Lavendel und Oleander im Juni sowie Sonnenblumen und Lotusblumen im Juli und August.
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff erstrecken sich über 12 Hektar und ziehen jährlich über 400.000 Besucher an – sie sind die beliebteste Touristenattraktion Südtirols. Das natürliche Amphitheater bietet einen atemberaubenden Blick auf exotische und mediterrane Landschaften, eingerahmt von den Bergen der sonnigen Stadt Meran. Neben den saisonalen Blüten, die auch im Herbst und Winter überraschen, beherbergen die Gärten Pflanzen aus aller Welt sowie die typische Südtiroler Flora. Diese Flora entfaltet ihre außergewöhnliche Schönheit entlang der Wege, in den Wassergärten und den Terrassengärten, verzaubert versteckte Winkel im Garten der Sinne und den exotischen Japanischen Garten und zieht sich bis auf die Hügel hinauf, wo Kakteen, Sukkulenten, Reben und Olivenbäume wachsen.

Das milde und sonnige Klima von Meran ermöglicht das Wachstum einiger Arten, die südlich der Alpen sonst nicht überleben würden, und schafft so eine unvergleichliche Kulisse. Die Geschichte begann vor 150 Jahren, als exotische Pflanzen erstmals in den Gärten und Parks der Stadt gepflanzt wurden. Heute sind sie, dank der sorgfältigen Arbeit vieler geschickter Hände, nach Herkunftländern geordnet entlang eines Weges zu bewundern, der die Beziehungen zwischen heimischer Vegetation, Klima, Boden und menschlichem Einfluss zeigt: Naturlandschaften wechseln sich mit beeindruckenden Kultur- und Themenlandschaften ab.
In diesem magischen Ort, an dem Natur und Kunst Hand in Hand gehen, befinden sich zahlreiche Erlebnisstationen, darunter elf künstlerische Pavillons, die Panoramaplattform von Matteo Thun und der verbotene Garten: Räume, die den Besuch der Gärten zu einem umfassenden Erlebnis machen – eine Entdeckungsreise der Wunder der Schöpfung und menschlichen Kreativität.

