Die Entdeckung der neuen Variante und die gleichzeitige Verschlechterung der gesundheitlichen Lage in Europa haben die Reisebranche erneut aufgewühlt, und der Tourismus befindet sich im Kampf gegen das Virus in einer weiteren Auseinandersetzung.
Täglich steigen die Anzahl der Länder, die sich entscheiden, die Beschränkungen zu verschärfen und auf jede mögliche Weise die Infektionen einzudämmen: Es gibt diejenigen, die erneut die Grenzen schließen, diejenigen, die die Quarantänepflicht für ausländische Reisende wieder eingeführt haben, oder diejenigen, wie Deutschland, die beschlossen haben, die ikonischen Weihnachtsmärkte in Bayern abzusagen.
Italien wird derzeit als risikoarm eingestuft, aber das Spannungs- und Unsicherheitsklima in den letzten Wochen schreckt die Italiener ab, die ins Ausland reisen möchten. Gerade in einer Hochsaison für Auslandsreisen: Viele Italiener wählen Reiseziele im Ausland für die Weihnachtszeit, und dieses Jahr ist die Reiselust noch stärker, zumal im letzten Jahr die Beschränkungen sogar die Bewegungsfreiheit zwischen den Regionen verboten hatten.
Zusammenfassung
Die Italiener und die Reiselust ins Ausland
Widersprüchliche Gefühle, die deutlich in den digitalen Spuren der Touristen sichtbar sind: Laut den Lybra-Daten zu Flugbuchungen möchten die Italiener reisen, und in den letzten dreißig Tagen (10. November – 10. Dezember) haben sie 17,5 Millionen Flüge gesucht, davon 12,7 Millionen für Ziele außerhalb Italiens.
Die beliebtesten Reiseziele sind europäische Länder, an erster Stelle Spanien mit 2,3 Millionen Flügen; fast doppelt so viele wie Frankreich, das auf dem zweiten Platz mit 1,2 Millionen Flügen folgt. Danach kommt das Vereinigte Königreich mit 834.000 Flügen und die Vereinigten Staaten, der wichtigste Langstreckenmarkt auf dem vierten Platz, mit 736.000 Flügen: In Bezug auf Langstrecken sind die Vereinigten Arabischen Emirate auf Platz acht dank der starken Nachfrage nach Dubai; Brasilien folgt auf dem fünfzehnten Platz und Ägypten auf dem zwanzigsten.
Die Nachfrage nach Auslandsreisen ist also da, und die Reisebereitschaft ist nicht erloschen. Allerdings hat sie deutlich an Schwung verloren: Im Vergleich zum letzten Monat sind die Suchanfragen italienischer Reisender nach Flügen um 23,8 % zurückgegangen, eine Veränderung, die auf 25,2 % ansteigt, wenn man die Auslandsreisen berücksichtigt.

Der Rückgang des Incoming aus Deutschland und Österreich
Deutschland, das mit einer sehr komplexen gesundheitlichen Lage kämpft, hat fast die Hälfte des italienischen Marktes verloren: -46,4 % Suchanfragen innerhalb weniger Wochen, auch bedingt durch die Ankündigung eines möglichen Lockdowns und die Absage der bekannten bayerischen Weihnachtsmärkte. Auch Österreich verzeichnet einen bedeutenden Verlust (-44,2 % der Suchanfragen): Auch hier ist der Rückgang der Nachfrage hauptsächlich auf die Wiedereinführung der Beschränkungen zurückzuführen, insbesondere auf das Einreiseverbot für Nichtgeimpfte. Auch die Niederlande erlebten einen starken Rückgang der italienischen Nachfrage (-42,7 %), ebenso die Tschechische Republik (-33,2 %), das Vereinigte Königreich (-30,2 %), Belgien (-29,3 %), Portugal (-28,4 %) und Griechenland (-27,6 %).
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