Brüssel ist eine Stadt mit einem ausgeprägten Grünprofil, wie die etwa 600 Hektar öffentliche Parks und die fast 2000 Hektar Wälder und Forste belegen. Und es ist auch die Stadt der Europäischen Union, die gemeinsame Heimat vieler Staaten, deren Vertreter sich in einem Gebäude mit ungewöhnlichen und neugierigen Linien versammeln, das von den Leuten liebevoll „Caprice de Dieux“ genannt wird, wegen der Ähnlichkeit mit der bekannten Käsesorte.
Es ist nicht einfach, Brüssel an einem Tag zu besichtigen. Dennoch versuchen wir in diesem kurzen Guide, die Sehenswürdigkeiten von Brüssel, der Hauptstadt Belgiens, vorzuschlagen.
Was man in Brüssel an einem Tag sehen kann
Die belgische Hauptstadt ist reich an Schönheit überall, dank der charakteristischen und prächtigen Gebäude, jedoch gibt es auch moderne und ebenso besondere Orte, die einen Besuch wert sind, zum Beispiel das Atomium im Heysel-Park, ein echtes Monument Brüssels. Es handelt sich um ein molekulares Stahlmodell, das aus 9 Kugeln besteht und die Vergrößerung eines Eisenkristalls darstellt. Die Struktur ist atemberaubend, mit über 100 Metern Höhe; es abends beleuchtet zu bewundern, ist noch eindrucksvoller. Man kann auch bis zur obersten Kugel hinaufsteigen, wo sich sogar eine Cafeteria befindet.
Eine Reise nach Brüssel ist nicht komplett, wenn man nicht in einem Biercafé einkehrt, um ein gutes Glas belgisches Bier zu genießen, das Aushängeschild des hervorragenden kulinarischen Angebots der Region: Hier sind die Brauereien für Craft-Bier wahre Autoritäten in der Herstellung dieses goldenen Nektars. Für Abstinenzler auf der Suche nach typischen Geschmäckern gibt es aber trotzdem eine gute Alternative: In Brüssel ist auch die Schokolade besonders schmackhaft, so sehr, dass sie durch die Organisation von Brüsseler „Schokoladen-Touren” und die Eröffnung des Kakao- und Schokoladenmuseums besondere Aufmerksamkeit erhält. Offenbar ist Brüssel also eine sehr süße Stadt, ironisch spitzfindig und aufgeschlossen für Neues.
Manneken Pis
Die Lebensqualität in Brüssel ist hoch, ebenso wie die herzliche Aufnahme der Besucher. Als Zentrum kultureller Lebendigkeit und kosmopolitischer Einflüsse hat sich die belgische Hauptstadt zunehmend als fröhliches und ironisches Umfeld hervorgetan, symbolisiert durch das Maskottchen der Stadt: die Bronzestatue des Manneken Pis, wörtlich „kleiner Junge, der pinkelt”.
Diese kleine Statue im historischen Zentrum der Stadt symbolisiert den unabhängigen, mitunter frechen, aber ironisch gemeinten Geist der Einwohner.

Trotz des sympathischen und frechen Maskottchens ist Brüssel vielmehr sehr elegant, kostbar und majestätisch; die Stadt hat eine zentrale Zone, den sogenannten Pentagon, der sich in Obere Stadt und Untere Stadt unterteilt. Grand-Place ist der zentrale Platz und das Wahrzeichen von Brüssel, einer der schönsten Plätze der Welt, reich an architektonischem Prunk, der von den alten städtischen Zünften und den lokalen Institutionen jener Zeit gewollt war.
Bars, Lokale und Brauereien in Brüssel
Es fällt schwer, den schönsten Blickpunkt zu wählen angesichts der Majestät und Bedeutung der Gebäude. Der Platz liegt in einem Labyrinth von Gassen, die zusammen das Ilot Sacre bilden, wo man wunderbar Zeit in einer der zahlreichen Bars, Lokale und Brauereien verbringen kann. Auch der Piazza Sablon ist sehr schön, mit seinen barocken Gebäuden, reich an kleinen Läden und Antiquitätengeschäften: Die Preise sind zwar nicht gerade niedrig, doch die Qualität ist garantiert und exzellent.
Flohmarkt in Brüssel
Brüssel ist nicht nur Luxus, sondern auch schlichtere Gegenden: Ein Beispiel ist Marolles, ein Arbeiterviertel, in dem der bekannte Flohmarkt auf dem Place de Jeu de Balle stattfindet. In der Altstadt herrscht hingegen eine ganz andere Atmosphäre: Hier pulsiert das Arbeitsleben internationaler Organisationen, Medien, der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und multinationaler Konzerne. Dementsprechend herrscht hier vor allem werktags reges Treiben, während am Wochenende die Gegend recht leer erscheint.

