Das Museum befindet sich innerhalb der Festung, im oberen Teil der historischen Altstadt von Spoleto. Das Museum wurde gegründet, um die Geschichte des Herzogtums zu dokumentieren, das durch die Langobarden entstand, ein germanisches Volk, das im 6. Jahrhundert n. Chr. die politische Einheit der italienischen Halbinsel zerstörte. Die Festung wurde auf Veranlassung des spanischen Kardinals Egidio Albornoz ab 1360 errichtet. Sie war Sitz von päpstlichen Legaten und Päpsten. Heute, mit der schrittweisen Wiederherstellung der Räume und der Wandmalereien, die die Wände noch schmücken, hat der Komplex nach langer Nutzung als Gefängnis endlich seinen ursprünglichen Charme zurückerlangt. Das Museum bietet ein interessantes Dokument zum Verständnis des spoletinischen Gebiets vom 4. bis zum 15. Jahrhundert und illustriert gleichzeitig mittels Tafeln die Schönheit der mit Fresken dekorierten Räume, in denen die Werke ausgestellt sind. Gegründet im Jahr 2007, entstand das Museum dank eines Projekts zur Sammlung von Kunstwerken und Materialien, die bereits größtenteils im städtischen Museum und in der Gemäldegalerie aufbewahrt wurden, um die Herkunft, Entwicklung und vielfältigen historischen und kulturellen Auswirkungen des langobardischen Herzogtums Spoleto zu dokumentieren. Das Museum ist aufgeteilt in zwei Bereiche rund um den Ehrenhof, einen im Erdgeschoss und einen im ersten Stock, und gliedert sich in fünfzehn Säle. Insgesamt deckt die Sammlung einen Zeitraum vom 4. Jahrhundert n. Chr., mit Zeugnissen der ersten christlichen Gemeinschaften, bis zum 15. Jahrhundert ab. Als geeignetes Instrument für das Verständnis der Stadt und des Territoriums soll das Museum dem Besucher die Komplexität der historischen Entwicklungen vermitteln, die es betrafen, und gleichzeitig seine kulturelle Lebendigkeit auch nach dem Untergang des Herzogtums zeigen. Der Weg beginnt im 4. Jahrhundert und zeigt die ersten christlichen Gemeinden mit Materialien aus den Begräbnisstätten und angrenzenden Gotteshäusern, wobei der Fokus auf das Mönchtum gelegt wird. Es folgen Werke vom 6. bis zum 9. Jahrhundert, die die künstlerische Entwicklung der Region bezeugen, und endet mit Skulpturen und Gemälden vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, die das außergewöhnliche künstlerische Aufblühen der Stadt und der Region, wie das Triptychon von Santa Maria delle Grazie von Niccolò di Liberatore, eindrucksvoll dokumentieren. Ergänzt wird die Ausstellung durch erläuternde Tafeln, die über die historische Funktion der durchschrittenen Räume informieren.
Informationen zum Nationalmuseum des Herzogtums Spoleto
Piazza Campello, 1
06049 Spoleto (Perugia)
0743224952
pm-umb@Bbeiculturali.it
https://www.sbap-umb.beniculturali.it
Quelle: MIBACT

