Seit seiner Gründung im Jahr 1841 war das Vesuv-Observatorium ein Ziel nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für lokale und ausländische Besucher. Um 1970, nach dem Bau eines moderneren Gebäudes etwas talwärts, das den Anforderungen der zeitgenössischen Forschung besser entspricht, wurde der sogenannte historische Sitz natürlich zum Ort für die Aufbewahrung der wertvollen mineralogischen, instrumentellen und künstlerischen Sammlungen sowie einer reichen historischen Bibliothek. Das Museum beherbergt eine Dauerausstellung, die den Besucher auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Vulkane führt. Beginnend mit der Beschreibung der verschiedenen Ausbruchstypen und deren Gefährlichkeit gelangt man zur Echtzeitbeobachtung der seismischen und geochemischen Daten, die vom Überwachungsnetz des Vesuv-Observatoriums erfasst werden. All dies wird unterstützt durch Filme, Illustrationen, Sammlungen von Gesteinen und Mineralien, historische Instrumente, Bücher und Gemälde. Das Museum zeigt antike wissenschaftliche Instrumente, die im Laufe der Jahrhunderte von Wissenschaftlern und Forschern verwendet wurden, von denen einige historisch von außergewöhnlicher Bedeutung sind, wie das Seismograph von Luigi Palmieri. Ein Teil dieser Instrumente wird in den Sälen Mercalli und Wiechert der Ausstellung präsentiert. Seit 2009 beherbergt das in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts errichtete Dienstgebäude, nach Verlegung des Überwachungsraums und des Forschungspersonals nach Neapel, die Ausstellung „Vulcanica – multimedialer Weg durch die Welt der Vulkane“. Durch erläuternde Tafeln über italienische Vulkane, audiovisuelle Beiträge, einen multimedialen Tisch und einen kleinen Projektraum für 3D-Filme führt die Ausstellung den Besucher durch die aktiven Vulkane Italiens, ihre Gefährlichkeit und die Überwachungstechniken, die bei der Beobachtung der Vorläuferphänomene von Ausbrüchen angewandt werden.
Informationen zum Museum des Vesuv-Observatoriums
Via dell’Osservatorio snc,
80026 Herculaneum (Neapel)
0816108483
info@ov.ingv.it
https://www.ov.ingv.it
Quelle: MIBACT

