Das Museo del Duomo bewahrt ein bemerkenswertes künstlerisches Erbe, das mit der historischen Entwicklung des Doms und der Figur des Heiligen Geminianus, Schutzpatron der Stadt, verbunden ist und aus verschiedenen Gemälden der emilianischen Malerschule des 17. und 18. Jahrhunderts sowie einer reichen Sammlung von liturgischen Geräten und Apparaturen besteht. Im Lapidario sind Reliefs, Skulpturen und Inschriften aus der römischen, mittelalterlichen und Renaissancezeit untergebracht, die im Laufe von Instandhaltungs- und Restaurierungsarbeiten am Domgebäude im 19. und 20. Jahrhundert geborgen oder von ihrem ursprünglichen Standort entfernt wurden oder während Ausgrabungsarbeiten zutage traten. Die Besuchsstrecke beginnt mit fünf Gemälden, die die Erscheinungen Christi darstellen und 1621 von Bernardino Cervi für die zerstörte Kapelle der Auferstehung gemalt wurden, sowie mit einer reichen silbernen Altar装ierung aus dem 17. Jahrhundert, die aus einem Kreuz und sechs Kerzenhaltern besteht und während der Festlichkeiten am Hochaltar verwendet wurde. Der dem Heiligen Geminianus gewidmete zweite Saal beherbergt ein großes, getriebenes Kupferbild aus dem 14. Jahrhundert, das den Patrón von Modena darstellt, sowie liturgische Geräte, die der hagiographischen Tradition zufolge dem Heiligen zuzuschreiben sind, wie das tragbare Altarbild aus der Romanik und das Bischofsstab aus dem 16. Jahrhundert. Ergänzt wird die Ausstellung durch die reiche Ausstattung des Altars des Heiligen in der Krypta (Kerzenhalter, Palmvasen, silberne Lampen), die der Kathedrale von der Gemeinde von Modena geschenkt und 1833 angefertigt wurde. Der dritte und vierte Saal sind dem Schatz der Kathedrale gewidmet, der aus liturgischen Gewändern, Altarsilber und Reliquiaren besteht. Im Wandteppichsaal sind die Exemplare mit den Geschichten der Genesis ausgestellt, die um 1560-70 in Brüssel gewebt wurden. Zum Abschluss des Besuchs zeigt die Dauerausstellung der Codices im angeschlossenen Domkapitelarchiv wechselnd kostbare Raritäten. Im Bestand des Lapidarios dominieren hinsichtlich Bedeutung und ästhetischer Qualität die „Metopen“ des Doms, eine prächtige Reihe von acht großen romanischen Skulpturen mit außergewöhnlichen Darstellungen monströser und fantastischer Wesen. Das Werk eines Anhängers von Wiligelmo war ursprünglich auf den Kopfenden der Bögen des Mittelschiffs angebracht. Dazu zählen auch römische Marmorstücke, die beim Bau der Kathedrale wiederverwendet wurden, steinerne Fragmente aus den Vorgängerbauten des heutigen Doms, die Arkä von San Geminiano, einige romanische Reliefs und Skulpturen aus der großen Werkstatt unter der Leitung von Wiligelmo sowie weitere Werke der Meister von Campione.
Informationen zu den Museen des Doms von Modena
Via Lanfranco, 6,
41121 Modena (Modena)
0594396969
archiviocapitolaremo@basilicametropolitana.191.it
Quelle: MIBACT

