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Archäologische Anlage Malborghetto, Rom

Kurz hinter der 13. Meile der antiken Flaminia in Rom erhebt sich die imposante Masse des Casale di Malborghetto.

Complesso archeologico di Malborghetto Roma
Redazione FullTravel
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Der Casale di Malborghetto in Rom ist ein Gebäude, das einen vierseitigen Bogen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. integriert hat, der als Markierung der Kreuzung zwischen der Via Flaminia und einer Verbindungsstraße zwischen Veio und der Tiberina diente. Der Tetrapylon mit rechteckigem Grundriss, auf vier Ziegelpfeilern ruhend, wurde von einem Attikageschoss mit flachem Dach gekrönt.

Die Existenz eines Ehrenbogens an der Via Flaminia, datierbar auf das 4. Jahrhundert n. Chr., wird mit dem Abstieg der Truppen Konstantins von Norden genau entlang dieser Straße in Verbindung gebracht, um sich den Truppen des Kaisers Maxentius entgegenzustellen. Der christlichen Überlieferung zufolge soll Konstantin, der an diesem Ort lagerte, bei Sonnenuntergang das Kreuzzeichen am Himmel gesehen haben und „während des Schlafes angewiesen worden sein, das himmlische Zeichen Gottes auf die Schilde zu malen und die Schlacht zu schlagen“.

Am nächsten Tag, dem 28. Oktober 312, schlug Konstantin in Saxa Rubra die Armee seines Rivalen und Maxentius selbst ertrank im Tiber. Nach diesem Sieg ließ der Römische Senat 315 in der Stadt den doppelseitigen Bogen beim Kolosseum und möglicherweise im Suburbium jenen von Malborghetto errichten.

Im Laufe der Zeit hat der Bogen zahlreiche strukturelle und funktionale Veränderungen erfahren. Im 11. Jahrhundert wurde er zur befestigten Kirche, die der Jungfrau gewidmet war, und im 13. Jahrhundert in die Stadtmauer eines Castrums integriert, das von den Quellen Burgus S. Nicolai de arcu Virginis genannt wird.

Als Teil der Verteidigungen des Kirchenstaats bis zum 15. Jahrhundert wurde er in den Kämpfen zwischen den Orsini und den Sacrofanesi zerstört. In einen Bauernhof umgewandelt und von den Ruinen des Dorfes umgeben, erhielt er von da an den Namen Malborghetto oder Borghettaccio.
1567 wurde das Gebäude vom Mailänder Apotheker (aromatarius) Costantino Petrasanta restauriert und im 18. Jahrhundert zur Poststation (Stazione di Mezza Posta) umfunktioniert.

Diese Funktion behielt es bei, bis Pius VI. den postalischen Dienst auf dem Vorstadtabschnitt der Via Flaminia einstellte, indem er Civita Castellana mit der Via Cassia verband. Als einfacher Bauernhof kehrte es zurück und wurde erst 1982 in den Staatsbesitz überführt. Nach sorgfältiger Restaurierung beherbergt es heute ein Antiquarium mit Funden, die zur Via Flaminia gehören.

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