Das Silberbergwerk Villanders, erstmals 1140 erwähnt, wurde 1177 vom Kaiser Friedrich Barbarossa dem Kloster Neustift geschenkt. Der Villanderer Berg ist vollständig durchgraben. Auf 750 m Höhenunterschied gibt es 16 Stollen mit einer Gesamtlänge von 16,5 km, von denen zwei Drittel von Hand und ein Drittel mit Sprengstoff ausgehoben wurden. Bis 1943 wurden hauptsächlich Blei (Galenit), Kupfer, Pyrit und Eisenkies, Zinkblende und Silber abgebaut. Das Bergwerk erreichte seine höchste Produktivität in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als viele Bergleute beschäftigt waren. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann das Erz langsam zu erschöpfen. Trotz der Schwierigkeiten wurde der Abbau in den folgenden Jahrhunderten fortgesetzt, mit einer kurzen Wiederbelebung zwischen 1893 und 1908, als der Bergbau eingestellt wurde, und einer kurzen Wiederaufnahme 1943 während des Zweiten Weltkriegs. Der Elisabeth-Stollen, 1670 m lang und auf 1292 m Höhe gelegen, wurde Ende der 1990er Jahre restauriert und ist seit 2005 für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Stollen gibt einen Eindruck von traditionellen Abbaumethoden, der Produktivität des Bergwerks und der Aufbereitung der Erze sowie von den Arbeitsbedingungen der Bergleute, deren Lebenserwartung meist 35-40 Jahre nicht überschritt.
Hinweise:
- 7,00 € Gruppen (über 15 Personen)
- 4,00 € Kinder (6-15 Jahre)
- 7,00 € Senioren ab 65 Jahren und Studenten
- 3,00 € Schulklassen
- 20,00 € Familien (2 Erwachsene, Kinder bis 15 Jahre)
- Eintritt frei für Kinder unter 6 Jahren
- Das Eintrittsticket für dieses Museum berechtigt zu einer Ermäßigung beim Besuch des Mineralogischen Museums Tiso und des Archäoparks Villanders.
Informationen zu Abenteuer im Bergwerk Villanders
Oberland, 36
Villanders/Villanders (Bozen/Bozen)
+39 345 3115661
info@bergwerk.it
https://www.musei-altoadige.it
nur mit Führung April – November Di, Do 10:30 und 14:00 Uhr, So 10:30 Uhr Juli und August Führungen in den Stollen “Elisabet” und “Lorenz”
9,00 €
Quelle: MIBACT

